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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Trauriger Zustand

30.08.2018

Es ist ein trauriger Zustand: Frauen, die ungewollt schwanger geworden und in eine Notlage gekommen sind, finden kaum unabhängige Informationen zu Abtreibungen. Ärztinnen, die auf ihren Internetseiten trotz des Verbots über die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs aufklären, werden von militanten, selbst ernannten Lebensschützern bedroht oder landen vor Gericht. Aus Angst vor dem öffentlichen Druck und juristischer Verfolgung bieten immer weniger Praxen Abtreibungen an. Betroffene Frauen bleiben in der größten Krise auf sich gestellt.

Der Streit über den Paragraphen 219a sollte schnell beigelegt werden. Doch die Union beharrt auf dem Werbeverbot, bewegt sich nicht. Internet-Hinweise auf Praxisseiten darauf, dass Abtreibungen vorgenommen werden, sollen strafbar bleiben. Die SPD, die das Werbeverbot schon im Frühjahr abschaffen wollte, wahrt bislang die Koalitionsdisziplin. Dabei liegt ein Lösungsvorschlag längst vor.


Die Autorin erreichen Sie unter 
Petra Sorge
Korrespondentenbüro Berlin
Tel:
0441 9988 2018

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