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Die Arbeitsmarktforscher brachten es an den Tag: Die Deutschen gehen – im Durchschnitt – wieder später in den Ruhestand. Unter den 60- bis 65-Jährigen ist der Anteil derer „mit Arbeit“ höher als der der Ruheständler. Damit wurde nach Jahrzehnten eine Trendwende eingeläutet.

Lange, viel zu lange ging es in Deutschland darum, ältere Arbeitnehmer früh loszuwerden. Unternehmen fuhren spezielle Programme, wenn es konjunkturell nicht gut lief, und der Staat förderte die Frühverrentung nicht zuletzt mit der „Altersteilzeit“ oder großzügiger vorzeitiger Pensionierung für Staatsdiener, etwa bei Auflösung von Behörden.

Diese Phase scheint jetzt vorbei zu sein. In manchen Unternehmen und Behörden hat man gelernt, wie wichtig es ist, erfahrene Fachkräfte an Bord zu haben – es kommen nicht mehr genug junge nach. Allerdings hat der neue Trend natürlich auch etwas mit Geld zu tun. Angesichts der „Rente mit 67“ können es sich viele nicht leisten, schon mit Anfang 60 zu gehen.


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