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Das Wahlvolk reagiert zunehmend genervt auf die zähe Inszenierung, die die Jamaika-Akteure seit nunmehr drei Wochen bieten. Dabei wird bisher noch nicht einmal um die inhaltlichen Details eines Koalitionsvertrages gerungen, sondern nur darüber, ob man wirklich ernsthafte Verhandlungen über ein schwarz-gelb-grünes Bündnis aufnehmen soll. Union, FDP und Grüne haben bisher mehr Trennendes als Gemeinsamkeiten herausgearbeitet. Ob Klimaschutz, Flüchtlingspolitik, Innere Sicherheit oder Finanzen und Steuern –– hier scheint (noch?) nicht zusammenzuwachsen, was eigentlich gar nicht zusammengehört.

Dabei bleibt nicht mehr viel Zeit, sollen doch bis zum Ende der Woche die strittigen Punkte abgeräumt werden. Auch wenn die Jamaika-Partner am Ende über ihre Schatten springen und Kompromisse schließen, wird schon jetzt deutlich, auf welch dünnem Boden dieses Bündnis stehen und wie schwierig sich die Zusammenarbeit in einer solchen Regierung über vier Jahre gestalten könnte.


Den Autor erreichen Sie unter 
Andreas Herholz
Korrespondentenbüro Berlin
Tel:
0441 9988 2018

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