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28.08.2018

Die Idee hat ja etwas Faszinierendes: Zwei angeschlagene Kaufhaus-Unternehmen tun sich zusammen – und sind anschließend stark genug, um sich am heftig umkämpften Markt zu behaupten. Genau das ist der Plan für Kaufhof und Karstadt, die beiden großen deutschen Kaufhaus-Marken mit ihren zusammen fast 180 Standorten bundesweit. Doch das Vorhaben scheint jetzt wieder zu wackeln. Es geht um Geld, um involvierte Banken und um ein Ultimatum.

Das bedeutet erst einmal: Für die Beschäftigten geht die Ära der Unsicherheit weiter. Seit Jahren schon fragen sie sich, wie es mit ihren Arbeitgebern langfristig weitergehen wird – und mit ihren Arbeitsplätzen.

In dieser Hinsicht fällt die Bewertung des geplanten Zusammengehens von Karstadt (unter Führung des Eigentümers Signa) und Kaufhof (zur traditionsreichen Hudson’s Bay Company gehörend) allerdings schwer. Denn ein Zusammenschluss ist nicht automatisch gut für die Beschäftigten. Im Gegenteil. Es wird betriebswirtschaftlich außerordentlich verlockend sein, bei dem entstehenden Kaufhaus-Riesen sogleich nach Sparpotenzial („Synergieeffekten“) zu suchen und dieses schnellstmöglich zu heben. Das bedeutet fast immer: Abbau von Arbeitsplätzen! So wäre es auch, wenn jeder für sich weitermachen würde – allerdings eventuell beschleunigt.

Die Forderung an die Beteiligten muss lauten: statt Radikal-Sanierung ein offensiver Kurs mit Wachstumspotenzial! Nötig sind Rezepte (für attraktive Sortimente und Raumnutzungen), mit denen die alten Konsumtempel endlich wieder eine Zukunft bekommen.


Den Autor erreichen Sie unter 
Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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GALERIA Kaufhof | Karstadt

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