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NWZonline.de Nachrichten Politik Kommentare & Meinungen Meinung

Würdige Feier

10.11.2014

Eine einzelne Rose steckte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag in den Spalt eines Restes der Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Eine Lichtgrenze aus Tausenden leuchtender Ballons erhob sich entlang des ehemaligen Todesstreifens in den Himmel und entschwebte. Es war ein leises, ein würdiges Gedenken an jenen historischen Tag vor 25 Jahren, der das Leben von Millionen Menschen veränderte – und Weltgeschichte schrieb.

In vielen Ländern hatte die Nachricht vom Fall der Mauer und der sich abzeichnenden deutschen Wiedervereinigung Ängste und Befürchtungen ausgelöst, dass damit auch die deutsche Großmannssucht, das Machtstreben und der Militarismus zurückkehren würden – und damit der Frieden in Europa gefährdet sein könnte. Die Sorgen waren unbegründet. Und das zeigt sich auch in der Art und Weise, wie Deutschland diesen Tag beging. Es gab keine Militärparade, keine patriotischen Reden, stattdessen ein Freudenfest vor dem Brandenburger Tor, bewegende Erinnerungen aus Ost wie West und eine sich auflösende Mauer aus Licht. Eindrucksvoller geht es kaum.

Die Feier in Berlin und an vielen anderen Orten im ganzen Land wurde allen gerecht: den Opfern von 40 Jahren Diktatur und Gewaltherrschaft in der DDR, den mutigen Menschen in Ostdeutschland, die zu Zehntausenden gegen den SED-Staat auf die Straße gingen und damit die friedliche Revolution erst möglich machten, und all jenen, die sich einfach nur freuen über diesen historischen Glücksfall, der ein Leben in Freiheit für Millionen Menschen des ehemaligen Ostblocks möglich machte.

Unsere gemeinsame Aufgabe ist und bleibt es, die Erinnerung an die Wendezeit und das DDR-Unrecht wachzuhalten, auch und gerade bei den jungen Menschen, die die deutsche Teilung selbst nicht erlebt haben. Auf das auch sie für Freiheit, Toleranz und Demokratie einstehen, wie es so viele DDR-Bürger 1989 taten. Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen, war die Lehre, die wir aus Hitler-Faschismus und Zweitem Weltkrieg gezogen haben. Die Botschaft des 9. November lautet: Deutschland will Vorbild sein für Friedlichkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die Feiern zum Mauerfall wurden diesem Anspruch gerecht.


Den Autor erreichen Sie unter 
Claus Gorgs stv. Chefredakteur / Chefredaktion
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