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Engagement 1000 Kilometer für die Musik

Bösel - Ein Virtuose auf der Trompete und seit Juni neuer Dirigent der Big Band Bösel: Dass sich im Leben von Alexander Potiyenko alles um die Musik dreht, hat er wohl zu einem großen Teil seiner Familie zu verdanken. Der 52-Jährige wurde in Kiew (Ukraine) in eine Musikerfamilie geboren. Sein erstes musikalisches Werk hat er bereits als Kind geschrieben. „Als ich angefangen habe zu studieren, wurde mir immer mehr bewusst, dass ich Werke schreiben will“, sagt Potiyenko.

Taktstock übernommen

Elf Jahre lang hat er ein spezielles, musikalisches Internat in Kiew besucht. Studiert hat der 52-Jährige über fünf Jahre Trompete in Moskau, danach vier Jahre Musik und Komposition in Kiew. Es folgte eine Stelle als Solotrompeter an der Ukrainischen Nationaloper, ebenfalls in Kiew. Ab 1992 unterrichtete er dort auch die Kammermusikklasse des Konservatoriums.

Aus privaten Gründen kam Potiyenko 1997 nach Deutschland. Erst hat er sieben Jahre lang in Bremen gewohnt, dann zog er mit seiner Familie nach Hude. „In Hude bin ich seit 2003 als Kirchenmusiker tätig“, sagt Potiyenko. „Ich leite dort den Bläserkreis und spiele Orgel.“ Die Fächer Orgel und Klavier unterrichtet er auch an der Musikschule Bremen. Des Weiteren ist er Lehrer an der Kreismusikschule in Cloppenburg, hat die musikalische Leitung des Blechbläserensembles ArtBrass in Oldenburg inne und ist Mitglied des Ensembles Blechharmonie.

Und nun hat Potiyenko auch noch den Taktstock der Big Band Bösel von Christian Hackmann übernommen (die NWZ  berichtete) und war von Anfang an sehr angetan von den Musikern: „Ich wurde zu Beginn zu einer Probe eingeladen und war sofort begeistert von der Qualität und der Emotionalität beim Spielen“, erinnert sich Potiyenko. „Ich sehe ein unglaublich großes Potenzial bei den Musikern.“

Und dieses will der gebürtige Ukrainer fördern. Jazz-Improvisationen und Musik aus den Bereichen Pop und Rock will der Dirigent und Musiker ins Programm der Big Band einbinden. „Mittlerweile spielen wir notentechnisch auf der höchsten Schwierigkeitsstufe“, sagt Potiyenko stolz.

Unter seiner Leitung hat die Big Band mittlerweile auch zwei Konzerte in Frankreich gegeben. Im Dezember treten die Musiker beim Galaabend in Cloppenburg auf. Dort werden sie neun Stücke spielen.

Drei Stücke mit Sängerin

Seit Kurzem gibt es auch eine Jugend Big Band in Bösel, die Potiyenko ebenfalls leitet. Sie wird beim Galaabend drei Stücke zusammen mit einer Sängerin präsentieren.

Bis zu 1000 Kilometer pro Woche verfährt Potiyenko, um Unterricht zu geben und Musik zu machen. 24 bis 26 Auftritte hat er pro Jahr. Bei so viel Engagement bleibt wenig Zeit für Familie und Hobbys. Und wenn Potiyenko doch einmal sonntags Zeit findet, fährt er nach Bremen ins Weser-Stadion und feuert die Bremer Fußballer an.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland
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