Wangerooge - Insgesamt 112 lebende Seehunde wurden im vergangenen Jahr von Wangerooge in die Seehundaufzucht- und Forschungsstation Norden/Norddeich gebracht. Das zeigt die Statistik des Seehund-Spezialisten Friedrich Wilhelm Petrus von Wangerooge.

Petrus kümmert sich auf der Insel um gestrandete Seehunde, die in einem Rettungsfahrzeug vom Strand geholt werden. Von den 112 lebenden Seehunden, die Petrus 2014 gezählt hat, wurden schließlich 99 mit dem Flugzeug und 13 mit dem Schiff in de Aufzucht- und Forschungsstationen transportiert. Für den Transport auf der Insel notierte Petrus eine Fahrstrecke von 682 Kilometern.

Aber auch tote Seehunde werden immer wieder entdeckt: Insgesamt wurden 56 Tiere geborgen, dafür legten Petrus und sein Team eine Fahrstrecke von 327 Kilometern zurück. Tot aufgefundene Seehunde werden zunächst vermessen, ihr Geschlecht wird bestimmt. Die Kadaver werden von der Gemeinde entsorgt.

Durch Falschmeldungen oder durch Vertreiben der Seehunde zurück ins Wasser zählt Petrus insgesamt 69 Fehlfahrten, 207 Kilometer Fahrtstrecke fielen dabei an.

Neben den Seehunden fand Petrus auch andere Tiere, darunter vier tote Schweinswale. Im Februar lag ein Conger (Meeraal) am Strand, der Kadaver wurde ins Landesmuseum Oldenburg gebracht. Im April wurden zwei Basstölpel und zwei Nonnengansküken in die Seevogelpflegestation gebracht.

Für die Hilfe und Unterstützung dankt Seehundspezialist Friedrich Wilhelm Petrus den Fahrern des Rettungsfahrzeugs auf der Insel Marco Hoppert, Klaus Ölze und Harald Petrus. Zudem dankt er den Mitarbeitern des Außendienstes der Kurverwaltung Peter Richter, Hannes Gerdes, Onno Reiners sowie der Schifffahrt und Inselbahn. Ein besonderer Dank gilt auch den Inselfliegern, die kostenlos die Heuler geflogen haben.