Oldenburg - Unter dem Motto „Lebenskunst...“ trafen sich 170 Besucherinnen zum 7. Evangelischen Frauentages im PFL. „Ein voller Erfolg und eine runde Veranstaltung“, freute sich die Bildungsreferentin Dr. Andrea Schrimm-Heins von der Evangelischen Frauenarbeit.

Frauen haben zwar viel Erfahrungen im Gepäck, mit der Grundausstattung „Urvertrauen“ seien sie aber oft nicht ausgestattet. Mit einem Koffer und der Zeit im Rücken veranschaulichte Gemeindepädagogin Christel Klust den Weg zu anderen und zu sich. Jede Frau könne lernen, für die Entwicklung der eigenen Gefühle selbst verantwortlich zu sein und „sich zu entscheiden, ein wertvoller Mensch zu werden“, ermutigte sie.

Die Reise zwischen Geborenwerden und Sterben müsse gelernt werden. „Brüche brauchen wir, damit das gelingt“, meint die Gastrednerin, die Bremer Soziologin und Buchautorin Prof. Dr. Annelie Keil. So habe keiner sich das Leben, die Eltern, Ort und die Bedingungen ausgesucht. Den Umgang mit dem eigenen Leben kann jeder Mensch selbstverantwortlich entscheiden, wenn er das Leben als Geschenk begreife. Nach dem Sinn fragen und neue Situationen gestalten, um bei sich anzukommen, sei wichtig, ebenso sich trennen zu können.

Was Frauen können, zeigten sie in kreativen Workshops in Wort und Bild. Collagen fanden durch kunstvolle Umgestaltungen einen einzigartigen Ausdruck.

Sogenannte „ImPuls-Bilder“ in Acryl entstanden unter der Leitung von Renate Schwalfenberg von der Frauenarbeit im Ammerland. Dass Frauen „Nein“ sagen können, zeigten sie in einem Theater-Workshops – ebenso wie ein lautes „Ja“ zum Leben.