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NWZonline.de Nachrichten Kultur

21. „Hurricane“ mit Alarmglocke und viel Polizei

21.06.2017

Scheeßel Auf der einen Seite des Bahnhofs in Scheeßel mäht ein Landwirt ein Feld mit dem Traktor, auf der anderen Seite sitzen ältere Damen und Herren vor einem Seniorenwohnheim in der Sonne. Nur graue Absperrgitter entlang des Weges Richtung Westervesede lassen hier erahnen, dass in wenigen Tagen das „Hurricane“ Festival beginnt.

Rund 70.000 Musikfans werden am Wochenende auf den Wiesen und Feldern rings um den Eichenring erwartet, einer rund ein Kilometer langen Sandbahn des örtlichen Motor Sport Clubs. Schon am Donnerstag werden die Camper anreisen und ihre Zelte aufschlagen. Wo sich bald tausende Menschen tummeln, sind jetzt Techniker mit dem Aufbau der Bühnen beschäftigt. Lastwagen und Transporter laden Bauteile ab, Security-Mitarbeiter kontrollieren die Zufahrten neben blauen Dixi-Klo-Reihen.

„Unsere Vorbereitungen sind abgeschlossen“, sagt dagegen Heiner van der Werp von der Polizei Rotenburg. Das Festival findet in diesem Jahr zum 21. mal statt. Die Sicherheitskräfte haben eine gewisse Routine. In diesem Jahr ist die Lage aber trotzdem angespannter als zuvor.

„Wir blicken natürlich zurück auf Manchester und Rock am Ring“, sagt van der Werp. Bei einem Pop-Konzert von Ariana Grande Ende Mai in Manchester hatte ein Selbstmord-Attentäter 22 Menschen getötet. Viele Kinder und Jugendliche waren darunter. Anfang Juni wurde das Musikfestival „Rock am Ring“ in der Eifel wegen einer Terrorwarnung geräumt.

„Solche Dinge hatten wir schon immer auf dem Zettel“, beruhigt der Polizist. Im vergangenen Jahr wurde das „Hurricane“ wegen einer Unwetterwarnung evakuiert. Das habe erfolgreich und sehr entspannt funktioniert.

In diesem Jahr sollen mehr Beamte für Sicherheit sorgen, als in den vergangenen Jahren. Die Anzahl hält die Polizei aus taktischen Gründen geheim. Es dürften mehrere hundert Einsatzkräfte werden.

Auch der Konzertveranstalter FKP Scorpio hat vorgesorgt. Taschen, Rucksäcke und Turnbeutel dürfen nicht auf das Konzertgelände mitgenommen werden. Nur Bauch- oder Brustbeutel im DIN A5-Format sind erlaubt. Volle Trinkflaschen müssen auch draußen bleiben. Es soll kostenlose Trinkwasserstellen geben, an denen leere Becher aufgefüllt werden können. Kurze Videos im Internet erklären Festivalgästen die neuen Regeln. Erstmals soll es zum Beispiel extra eine Sirene geben, die bei Gefahr Alarm schlägt.

Sobald sie erklingt, sollten Besucher ihre Smartphones checken, sagt Jonas Rohde, Marketing Koordinator des Veranstalters. „Dies hat den Vorteil, dass wir unsere Besucher auch beispielsweise nachts erreichen, wenn sie ihre Mobiltelefone nicht kontrollieren“, sagt Rohde. Es gibt eine Festival-App und einen eigenen Radiosender, der rund um die Uhr informieren soll.

Die Polizei will zum ersten Mal ein eigenes Social Media Team einsetzen. Die Beamten sollen die ganze Zeit erreichbar sein und vor allem twittern. „Die Festivalgäste sollen selbst sensibel sein“, sagt van der Werp. Manchmal nehme der ein- oder andere doch etwas wahr.

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