Oldenburg - Am Donnerstagabend füllten Oldenburger Dozenten ausnahmsweise die Diskotheken und nicht die Hörsäle und Seminarräume. Bei der sechsten „Night of the Profs“ legten 22 Professoren für den guten Zweck im Amadeus, Cubes, Cesar, Loft und Kranich auf.

Mit einer kleinen Eröffnungsfeier im Loft leiteten die Organisatoren Christian Horneber und Matthias Hunecke den Abend ein und verkündeten die Spendensumme. 10  291,37 Euro wurden durch den Vorverkauf für die Stiftung „Steps for Children“ gesammelt. Die Stiftung unterstützt Kinder in Afrika.

Laut Hunecke feierten mehr als 2000 Studenten in den Clubs. Die Professoren seien zur Hälfte „Wiederholungstäter“, wie zum Beispiel Thomas Luhmann, der schon zum vierten Mal teilnahm.

Ohne jede Erfahrung, dafür aber der prominenteste DJ des Abends war Oberbürgermeister Gerd Schwandner, promovierter Mediziner und Professor für Internationales Management und Marketing.

Neben Rock-Musik der sechziger und siebziger Jahre legte er kantonesische Popmusik und Minimal Music auf. „Ich habe schon versucht Musik auszuwählen, zu der man auch tanzen kann. Ich kann aber auch zu jedem Stück eine kleine Geschichte erzählen“, so Schwandner. Normalerweise höre er diese Musik beim Joggen.

Dem Publikum gefiel es: „Ich bin zwar nicht wegen der Musik hier, sondern nur wegen der Profs, aber der Classic-Rock von Professor Schwandner gefällt mir gut“, sagte Ole Roggenbuck, der im Loft feierte.

Im Amadeus legte währenddessen Statistikdozent Ralf Werner Stecking auf. Auch für ihn war es ein Debüt als DJ. „Ich habe lange überlegt, was ich für Musik spielen soll und habe mich dann für das entschieden, was ich selbst als Student gehört habe.“ so Stecking.

Entsprechend feierten die Studenten zu den Hits der achtziger Jahre. Auch ein wenig Musik aus seiner privaten Sammlung habe er gespielt, die sei aber nicht so gut angekommen. „Wahrscheinlich weil das alles recht unbekannt war“, vermutet der Dozent.