Wildeshausen - Gelächter klingt aus dem Festsaal der Diakonie Himmelsthür. Die Gäste des Freundesmahls begrüßen sich und werden von der Organisatorin Annette Ueberschär in Empfang genommen. Viele Wegbegleiter sind an diesem Abend nach Wildeshausen gekommen, um mit dem Freundeverein der Diakonie Himmelsthür sein 25-jähriges Bestehen zu feiern.

Immer mehr Menschen suchen ihre Plätze. Annette Ueberschär eröffnet den Abend: „Spätestens gestern war klar, dass wir ein Platzproblem bekommen – das haben wir gerne.“ 137 Gäste waren der Einladung gefolgt.

Bürgermeister Jens Kuraschinski bedankt sich in seinen Grußworten beim Freundeverein. „Es sind die kleinen Dinge des Lebens, die den Unterschied ausmachen. Das kann auch nur das Geld für die Kinokarte sein. Für viele dieser Dinge sorgt der Freundeverein seit einem Vierteljahrhundert.“ Diakonie-Regionalgeschäftsführer Jörg Arendt-Uhde lässt die vergangenen 25 Jahre Revue passieren und erinnert auch an das erste Freundesmahl 1992. Seitdem sei es immer anders und immer kreativ gewesen.

Auch in diesem Jahr gibt es eine Neuerung. Das Essen beginnt nicht nach einem Vortrag, sondern nach einem gemischten Programm. Den Anfang machen die „Sannumer Zwischentöne“, der Besucherchor von Gut Sannum. Besonders ihr buntes Potpourri, indem „Pack die Badehose ein“ direkt gefolgt wird von „Er hat ein knallrotes Gummiboot“, sorgt für fröhliche Gesichter im Raum. Der Chor unterhält nicht alleine mit Musik, das Blasorchester „Wildes Blech“ ist ebenfalls mit von der Partie. Auch der Sport kommt an diesem Abend nicht zu kurz – zum einen in Form des niedersächsischen Behindertensportlers des Jahres, Björn Behnke, und zum anderen mit den 45 Kunstturnerinnen des SC Wildeshausen. Letztere wirbeln durch den Festsaal, als wäre er eine Wettkampfhalle und beeindrucken mit Salti, Rädern und Flugrollen.

Björn Behnke ist Monoski-Fahrer. Der 17-Jährige ist auf den Rollstuhl angewiesen, was ihn nicht davon abhält, ein aktives und sportliches Leben zu führen. Sein Motto: „Geht nicht, gibt’s nicht“. Die Auszeichnung zum Sportler des Jahres verlieh ihm Karl Finke, Präsident des Behinderten-Sport­ver­bandes Niedersachsen. Er besuchte ebenfalls das Freundesmahl. Ihm ist es wichtig, dass Menschen mit Beeinträchtigungen aktiv mitentscheiden, wenn es um ihre Bedürfnisse geht.

Auch nach dem Grünkohlessen ist das Programm nicht vorbei: Die Tanzbar aus Bremen und das Blauschimmel Theater aus Oldenburg treten auf.