Burhave - Mit 25 Millionen Euro bezifferte Investor Klaus Dihstelhoff die Kosten für die geplante Erweiterung des Ferienparks „Am Meer“ in Burhave. „Das geht nur mit staken Partnern“, sagte der Unternehmer und machte damit deutlich, dass er nicht der alleinige Investor bei der Realisierung des Projekts sein wird.

Dies war eine der wenigen Neuigkeiten, die die rund 60 Teilnehmer einer Diskussionsveranstaltung am Dienstagabend im Burhaver Rathaussaal erfuhren. Dazu eingeladen hatte der NDR, der dabei eine einstündige Hörfunksendung seiner Reihe „Jetzt reicht’s“ aufzeichnete, die an diesem Donnerstag ab 19 Uhr auf NDR 1 Niedersachsen ausgestrahlt wird.

Unter der Moderation von Hans-Jürgen Otto wurde das Pro und Kontra der Pläne der K. Dihstelhoff Immobilien GmbH & Co.KG für die Ferienpark-Erweiterung um 134 Ferienwohnungen unter anderem in fünf- und sechsgeschossigen Gebäuden debattiert.

Klaus Dihstelhoff bezeichnete sein Projekt als eine Vision, mit der er auch auf eine geänderte Nachfrage reagiere. Der Trend gehe weg vom Einheitsbrei der dicht nebenein­ander stehenden Ferienhäuser hin zu barrierefreien Ferienwohnungen möglichst mit einer weiten Sicht. Die sei über den Burhaver Deich erst ab dem dritten Geschoss gegeben. Die Höhe der Gebäude sei zudem eine Frage von Wirtschaftlichkeit.

Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg verbindet mit dem Projekt die Hoffnung, dass neben der Nordseelagune eine weitere Attraktion in Burhave entsteht, die das Nordseebad bekannter macht und weitere Touristen anlockt. Man stehe aber erst am Anfang des Planungsprozesses. Erst wenn der abgeschlossen ist, was frühestens Ende des Jahres der Fall sein könne, werde man wissen, wie hoch die Gebäude werden dürfen.

Insbesondere die Dimension und Höhe der geplanten Gebäude ist den Gegnern ein Dorn im Auge, machte Manfred Holthoff für die neue Bürgerinitiative „Weite Sicht“ deutlich. Dadurch gehe der von vielen Touristen gelobte dörfliche Charakter des Nordseebades Burhave verloren.

Auch die Zuhörer wurden in die Diskussion eingebunden. Gegner des Projekts befürchten neben der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes auch ein Überangebot an Feriendomizilen, was zu Leerständen führe. Die Befürworter erwarten vor allem eine Stärkung der Wirtschaftskraft und Infrastruktur.