Lindern - Unter dem Motto „Rede mit uns“ ist am Sonnabendmorgen mit einer Feierstunde das „Plattdeutsche Jahr 2016“ in Lindern eröffnet worden. Bürgermeister Karsten Hage begrüßte bei der Auftaktveranstaltung im Saal Elsken-Werner in Kleinenging zahlreiche Gäste: unter anderem auch eine Delegation aus Lohne, wo das „Plattdeutsche Jahr 2015“ stattgefunden hatte. Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer war in Begleitung seiner Stellvertreter Norbert Bockstette und Elisabeth Schlärmann gekommen, die den Lindernern die „Wander-Holzplakette“ übergaben. Auf der Plakette sind alle bisherigen Ausrichter des plattdeutschen Jahres vermerkt.
Gerhard Janzen, Vorsitzender des Heimatverein Lindern, dankte der Gemeinde für die Ausrichtung des plattdeutschen Jahres. Der Heimatverein hat an die 300 Mitglieder. „Heimat ist dort, wo man sich wohlfühlt“, so Janzen. Mit einer Einladung, die Gemeinde Lindern zu besuchen, beendete er seine Begrüßungsrede.
Grußworte überbrachte auch Hans-Georg Knappik, Präsident des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland. „Wenn eine Sprache nicht aussterben soll, müssen wir etwas unternehmen“, sagte Knappik zu Beginn seiner Ausführungen. Er bedankte sich bei der Stadt Lohne für die Ausrichtung im vergangenen Jahr. „Hier in Lindern wird es auch klappen“, so der Präsident. Wichtig werde es sein, junge Leute für die plattdeutsche Sprache zu gewinnen.
Danach hielt der CDU-Landtagsabgeordnete Clemens große Macke (Addrup) in plattdeutscher Sprache einen Festvortrag, der mit Beispielen aus seiner Kindheit über Familie und Landwirtschaft gespickt war. Wo wollen wir hin, und wie soll es weitergehen? Mit dem Appell, aktiv zu sein und sich den Problemen der heutigen Zeit zu stellen, beendete große Macke seinen Vortrag. „Wir müssen Mutmacher sein“, sagte er.
Mit Dönkes und Gedichten von Wilhelmine Schütte und Niklas Eilers wurde die Veranstaltung fortgesetzt. Mit dem Sketch „Dei Wallfoart noa Beithen“ – vorgetragen von Ulla Wilken und Margret Janßen – endeten die unterhaltsamen Vorführungen.
Mit plattdeutschen Liedern hatten Kinder aus Auen-Holthausen zwischendurch die Besucher erfreut. Mit dem Lied „Heil dir , o Oldenburg“ und einem Erbsensuppenessen ging die Übergabeveranstaltung zu Ende.
