Hude - „Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagen Inge und Jakob Viand und lächeln. Das Huder Ehepaar feiert an diesem Donnerstag seine Diamantene Hochzeit. „Dieser Tag bedeutet uns sehr viel. Wir hätten nie gedacht, dass wir eine so lange Ehe erleben dürfen.“ Am 17. September 1955 gaben sich die beiden das Ja-Wort in Mönchengladbach/Rheindahlen. „Es war eine wunderschöne Hochzeit“, erinnert sich Inge Viand.
In den 60 Jahren ihrer Ehe sind Inge (85) und Jakob Viand (81) gemeinsam durch alle Lebenslagen gegangen und haben sich mit fünf Kindern (Hans-Joachim, Marianne, Dieter, Roswitha und Christian) beschenkt. Mittlerweile sind sechs Enkelkinder (vier Jungs und zwei Mädchen) sowie eine Urenkelin dazugekommen.
Doch was ist das Geheimnis ihrer langen und erfüllten Ehe? Vor allem eine Einheit zu sein: „Wir haben einige Grundprinzipien. Ganz wichtig ist gegenseitiges Vertrauen und keine Geheimnisse voreinander zu haben. Man sollte jedes Problem gemeinsam besprechen“, sagen die Eheleute.
Auch finanziell waren sie immer eine Einheit: „Wir hatten stets ein gemeinsames Konto und haben zusammen überlegt, was wir brauchen, und was wir dafür ausgeben wollen.“
Kennengelernt haben sich Inge und Jakob Viand im April 1955 in einem Hotel in Mönchengladbach. Die gebürtige Vielstedterin arbeitete damals für einen englischen Colonel von der Rheinarmee und dessen Frau als Hausangestellte. Da das neue Haus jedoch noch nicht bezugsfertig war, wohnten die Engländer eine Zeit lang in besagtem Hotel. Dort arbeitete der gebürtige Mönchengladbacher Jakob Viand als „Mädchen für alles“.
„Wir waren uns bei der ersten Begegnung sofort sympathisch“, erzählt das Ehepaar. Jakob Viand bringt es auf den Punkt: „Ich dachte mir, die oder keine!“ Und so kam es.
Wenige Wochen nach der Geburt ihres ersten Sohnes Hans-Joachim im April 1956 zog das Ehepaar nach Vielstedt ins Elternhaus von Inge Viand. 1964 bauten der gelernte Bäcker und seine Frau dann ihr Haus in Hude, in dem sie seither leben. Besonders stolz sind die beiden auf ihren Garten, den sie 30 Jahre lang als Nutzgarten hegten und pflegten und dies im Rahmen ihrer Möglichkeiten immer noch tun.
Gefeiert wird an diesem Donnerstag im engen Familien- und Freundeskreis und am Sonnabend im großen Rahmen in Wüsting.
