Bockhorn - 18 Paare hatten vor 25 Jahren, am 8. August 1988, in den Standesämtern in Bockhorn, Varel und Neuenburg geheiratet. „Trauungen im Stundentakt“ schrieb die NWZ  am 9. August 1988. Nicht alle an jenem Tag geschlossenen Ehen hielten, wie eine Recherche der NWZ  ergab. Aber unter den Paaren, denen das „Schnapszahldatum“ 8.8.88 eine glückliche Ehe beschert hat, sind Margret und Rudolf Kruse aus Bockhorn. Sie feiern ihre Silberhochzeit an diesem Donnerstag im Familienkreis.

„Es gibt keine Garantie, aber das Datum hat uns Glück gebracht“, sagt Rudolf Kruse (52). Die standesamtliche Trauung fand damals am Vormittag – es war ein Montag – im Rathaus statt, am Nachmittag folgte die kirchliche Trauung in der Sankt-Cosmas-und-Damian-Kirche. Getraut wurde das Paar von Pfarrer Harro Kawaletz, erinnert sich Margret Kruse (50). Gefeiert wurde damals übrigens im mittlerweile geschlossenen Landgasthof Junker mit circa 80 Gästen. Eine Hochzeitsreise gab es nicht – „wir hatten gerade gebaut“, sagt Margret Kruse.

Der Alltag hatte die junge Familie übrigens am nächsten Tag schon wieder: Der gelernte Maurer Rudolf Kruse stellte sich gleich am Tag nach der Hochzeit bei einem neuen Arbeitgeber vor. Gleich eine Woche später fing er dort an. Und seither, seit 25 Jahren, arbeitet Kruse beim Werkschutz im Bremer Airbus-Werk.

Margret Kruse legte eine Familienpause ein – drei Töchter (heute im Alter von 20, 24 und 26 Jahren) hat das Paar. Sie arbeitet als Zustellmitarbeiterin für die NWZ  und hat den Bezirk Kranenkamp. Wegen eines Sturzes bei der Zeitungszustellung im Winter, bei dem sie sich ein Bein brach, ist sie aber zurzeit außer Gefecht gesetzt.

Kennengelernt hatten sich die beiden übrigens in der Realschule Zetel. Die Verbindung, die auf dem Schulhof entstanden war, hielt.

Und man entschloss sich, auf „halber Strecke“ zusammenzuziehen: Margret Kruse, die aus Grabstede stammt, und Rudolf Kruse (geborener Schmidt), der aus Zetel stammt, einigten sich auf Bockhorn als Wohnsitz. Das hält seit 25 Jahren. „Wir haben es auch nicht bereut“, sagt Margret Kruse zu ihrem 25-jährigen Eheleben mit Rudolf Kruse, und der kann seiner Frau nur zustimmen.