Elisabethfehn - Der 27-jährige Matthias Linde ist der neue König des Schützenvereins Elisabethfehn. Beim Adlerschießen auf dem Dorfgemeinschaftsplatz stutzte der Baugeräteführer aus der Hinterwieke dem Greifvogel die letzten Federn.
Es war der 901. Schuss, der zum Erfolg führte. Es brandete große Jubel unter den vielen Besuchern auf, als der Adler auf den Boden fiel. „Das war ganz schön spannend. Wir sind froh, wieder eine Majestät zu haben“, sagte ein gut gelaunter Vorsitzender Manfred Bothe.
Die feierliche Proklamation der neuen Würdenträger erfolgt nun auf dem Volksschützenfest, das am Samstag, 10., und Sonntag, 11. Juni, gefeiert wird. „Ich möchte ein guter König sein“, waren die ersten Worte der neuen Majestät. Als Junggeselle habe er zwar noch keine Königin. Doch bis zum Schützenfest sei noch Zeit. Adjutanten werden alle seine Kumpels sein.
Den ersten Schuss auf das Federvieh hatte der amtierende König Markus Haak abgegeben. Der Adler erwies sich in diesem Jahr allerdings als zäh. Nach vier Stunden fiel er aus seinem 15 Meter hohen Nest. Den Reichsapfel holte sich Jannes Loots, das Zepter Jakob Börchers, die rechte und linke Schwinge Franz-Josef Greve.
Einen Kinder- beziehungsweise Jugendkönig hat der Verein noch nicht. Die Beteiligung war zu gering. Nun kann am Dienstag, 30. Mai, um 19 Uhr auf dem Schießstand noch nachgeschossen werden, so der Vorstand.
Am Samstag, 10. Juni, wird um 13.15 Uhr der neue König zunächst von seinem Domizil abgeholt. Dort findet auch die Inthronisierung statt. Dafür treten die Schützen um 13 Uhr beim Dorfgemeinschaftshaus an. Gegen 19.20 Uhr treten die Vereinsmitglieder in der Kuckuckstraße beim Sportheim zum Festmarsch an. Am Abend gibt es um 20 Uhr den großen Festball.
Am Sonntag, 11. Juni, werden um 14 Uhr die befreundeten und auswärtigen Vereine begrüßt. Für die einheimischen Schützen bedeutet das: Antreten um 13.45 Uhr. Das Schützenfest endet mit einem gemütlichen Beisammensein im Festzelt.
Zuvor heißt es aber am Freitag, 9. Juni, ab 21 Uhr „E`fehn rockt“.
