AACHEN/THüLE - AACHEN/THÜLE - „Vorne spielt die Musik.“ Das war immer der Erfolgsspruch des zehnfachen Deutschen Meisters der Vierspännerfahrer, Bernhard Duen aus Thüle. Doch sein Sohn Rainer konnte am Wochenende beim Weltfest des Pferdesports dem CHIO in Aachen nicht ganz im Konzert der Großen mitfahren. Dennoch zeigte er eine beachtliche Leistung und landete im Gesamtklassement immerhin auf dem zehnten Platz.
Damit landete er im vorderen Bereich der Weltelite. Gegenüber dem Vorjahr konnte sich Duen um vier Plätze verbessern. Da landete er auf dem 14. Rang. Rainer Duen war mit dem Abschneiden zufrieden. „Die Weltspitze ist dicht zusammen. Der kleinste Fehler wird bes“traft.“ Beim spannenden Wohnwelt-Pallen-Marathon, dem Höhepunkt der Vierspänner-Prüfungen, erlebten 43 000 Zuschauer bei herrlichem Sommerwetter das Spektakel der Leinenkünstler. Die 26 besten Fahrer der Welt wagten sich auf der 16,8 Kilometer langen Strecke über Stock und Stein im Öcher Wald und die Wiesen am Gut Waldhausen.
Mit guten Aussichten ging auch Rainer Duen aus Thüle auf die Geländestrecke. Nach der ersten Teilaufgabe der Dressurprüfung liefen die Räder zwar nicht ganz rund, aber mit einer guten Fahrt hätte der Familienvater den Vorsprung verkürzen können. Auf dem schwierigsten Teil der Marathonstrecke ließ der Gewinner der Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften aber eine gute Platzierung im wahrsten Sinne des Wortes liegen. Auf der knapp 8900 Meter langen Strecke galt es acht Hindernisse so schnell wie möglich und ohne Fehler zu durchfahren. Doch der Pferdewirt aus Thüle gab nicht gerade Vollgas. Es war mehr eine Fahrt mit angezogener Handbremse. Entsprechend mager waren die Zeiten, so dass nur der 16. Platz heraussprang. Nach dieser zweiten Teilprüfung rutschte Duen auf den 15. Gesamtrang ab.
Bei der letzten Teilprüfung, der Hindernisfahrt, zeigte der 34-jährige Duen sein ganzes fahrerisches Können. Nach einer Nullrunde ging es ins Stechen. Hier gab er mächtig Gas nach dem Motto „Hopp oder Topp“. Eine kleine Unaufmerksamkeit kostete den Sieg. Doch auch der zweite Rang war ein tolles Ergebnis von Duen unter den vielen Weltklassefahrern. In der Endabrechnung bedeutete das den zehnten Platz.. Damit war Rainer Duen nach Michael Freund und Christoph Sandmann drittbester Deutscher Fahrer. Ganz prächtig lief es dafür bei Rainer Duen bei der Sonderprüfung „Jagd nach Punkten“. Insgesamt 1670 Punkte fuhr der zweimalige Deutsche Meister ein. Das wurde nicht nur mit dem vierten Platz, sondern auch mit einer stolzen Summe belohnt . . .
