Wildeshausen - Schon vor der offiziellen Eröffnung auf der Burgwiese am Pfingstsonntag beginnt für Wildeshausen die fünfte Jahreszeit. Am Himmelfahrtstag (in diesem Jahr der 5.5.) beginnt um 5 Uhr morgens für die Wildeshauser Schützengilde und für viele beteiligte Vereine der Auftakt. So wird mit dem Ausmarsch der Feuerwehr unter Beteiligung des Spielmannszuges Wildeshausen und des Blasorchesters (Blow) die Gildewoche eröffnet, berichtet Presseoffizier Manfred Wulf.
Gottesdienst
Wie in den Vorjahren findet auch in diesem Jahr ein ökumenischer Gottesdienst um 10.30 Uhr auf der Burgwiese statt. Das Ökumeneforum, die katholische St.-Peter-Gemeinde, die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde und die Baptistengemeinde laden, gemeinsam mit der Gilde und der Stadt, auch in diesen Jahr dazu ein. Der General der Gilde wird die Namen der verstorbenen Mitglieder der „Totenlade“ verlesen.
Um 11 Uhr versammelt sich die Wachkompanie beim Zeughaus im Krandel, um die letzten Vorbereitungen für das Gildefest zu treffen und anschließend gemeinsam zu essen. Anschließend marschiert das Tambourkorps durch die Straßen der Stadt Wildeshausen. Etwa alle 100 Meter erfolgt ein Lockruf. Dann wird durch den Ausrufer des Tambourkorps Folgendes bekannt gegeben: „Hüde nachmiddag ½ dree Uhr, Gildeversammlung von de Schützengilde upp´n Roathus! De ganzen Schützenbröers sind inloaden!“
Um 14.30 Uhr beginnt dann die traditionelle GildeVersammlung. „Es wird wohl mit großer Wahrscheinlichkeit darauf hinauslaufen, dass der Beschluss „Satt Braunbier“ gefasst wird. Da man aber nicht sicher sein kann, würden wir uns sehr freuen, wenn wieder eine Vielzahl von Mitgliedern an der traditionellen Gildeversammlung teilnehmen, um diesen Beschluss zu unterstützen“, so Manfred Wulf, „denn diese Diskussion kann manchmal wirklich sehr lustig sein.“
Weiterhin lässt der Hauptmann der Wache, Detlev Hohn, auf dem historischen Rathaussaal das Tambourkorps antreten. Zusammen mit Schaffer Martin Posenauer führt der Hauptmann der Wache anschließend den Appell durch. Danach wird dem noch amtierenden Oberst das Ergebnis gemeldet.
Dieser lässt dann den „großen Marsch“ trommeln, um festzustellen, ob das Tambourkorps für das Schützenfest entsprechend ausgebildet ist. Hier wird dann auch ein besonderes Augenmerk auf die Tamboure gelegt (in diesem Jahr sicherlich auf den neuen Tambour Lars-Christian Menke), die in der Regel auch noch einmal eine Ehrenrunde drehen müssen.
Es erfolgt der dreimalige Rundgang unter Trommelklang durch den Rathaussaal. Der General entlässt dann das Tambourkorps mit dem Auftrag, den Wildeshauser Bürgern zu verkünden, dass das Schützenfest zu Pfingsten in althergebrachter Form zu Pfingsten 2016 hoffentlich „bei satt Braunbier gefeiert“ werden kann.
Wildeshausen-Lied
Anschließend wird von allen Anwesenden das Wildeshauser Lied gesungen. Erst danach ist die Versammlung beendet. Zu der traditionellen Gildeversammlung sind alle Gildemitglieder eingeladen. „Wir freuen uns über eine rege Beteiligung“, so Wulf. Versammlungsanzug der Mitglieder ist „Zivilkleidung mit Vogel“, für die Offiziere gilt „kleiner Festanzug“. Mitglieder des Regiments sollten ebenfalls mit Handstock erscheinen.
