ABBEHAUSEN - ABBEHAUSEN/ULS - Im Mittelalter war Hospiz der Begriff für ein Gebäude, in dem immer häufiger auch Kranke aufgenommen wurden. Es entstanden die ersten Hospitäler. Die heutige Hospizbewegung beinhaltet ein umfassendes Konzept. Sterbenskranke Menschen sollen auch in ihrer letzten Lebensphase eine umfassende Zuwendung erfahren – auch durch Besuchsdienste in der eigenen Wohnung. Über „Vergänglichkeit und Wandel – Hospizdienst heute“ informierte jetzt Pfarrer Klaus Backhaus von der Stiftung Evangelischer Hospizdienst in Oldenburg beim Landfrauenverein Abbehausen in der Bahnhofsgaststätte.

Über die große Resonanz freute sich die Landfrauen-Vorsitzende Helga Hoogendoorn. Denn 40 interessierte Zuhörerinnen verfolgten den Vortrag. Er verdeutlichte, dass das Wertvollste, was Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt bleibt, die Zeit sei. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienstes nehmen sich nach den Worten von Klaus Backhaus Zeit, um mit den Kranken zu sprechen, zu lachen, zu weinen oder auch zu schweigen. Ein Ziel verlieren die Mitarbeiter nicht aus den Augen: Angehörige, Freunde und Pflegende im Umfeld des Patienten zu entlasten und ihnen beim Abschiednehmen und in ihrer Trauer Begleitung anzubieten.

Der Ambulante Hospizdienst Oldenburg ist eine Gruppe ehrenamtlich engagierter Frauen und Männer. Sie sind auf die Begleitung kranker Menschen und deren Angehörigen vorbereitet worden. In Nordenham existiert seit geraumer Zeit ebenfalls ein Hospizdienst. Die Arbeit stellte die 2. Vorsitzende des Vereins, Margret Schmidt, ebenfalls vor.

Der nächste Vortrag, zu dem der Landfrauenverein Abbehausen einlädt, findet am 30. März in der Bahnhofsgaststätte statt. Ab 19.30 Uhr widmet sich die Referentin Theresa de Jong aus Zetel dem Thema „Wie mache ich mein Kind medienfit“.