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Auto gerät unter Sattelzug – A28 in Richtung Bremen  gesperrt
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Unfall Bei Delmenhorst
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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Abenteuer im Küchenregal

06.11.2013

Wilhelmshaven Mit dem „Lebkuchenmann“ von David Wood ist der Landesbühne ein vorweihnachtliches Kindermusical gelungen, wie es im Märchenbuch steht. Wenn sich der Vorhang öffnet, blicken die Kinder auf ein riesiges Regal (Bühnenbild: Sven Hansen) mit riesigen Töpfen, einer Cellospielerin (Katharina Hoffmann), die auf dem Regal thront wie eine Spieluhrenfigur. Die Tapete ist modern, der Gewürzständer für Herrn Salz (Jeffrey von Laun) und Frau Pfeffer (Lena Schlagintweit) eine venezianische Gondel. Die Maus Flitsch (Mechthild Grabner) entpuppt sich als raufsüchtiger Geselle, der alte Teebeutel (Zenzi Huber) als kapriziöses Persönchen mit guten Kontakten zum jungen Publikum.

Es wäre alles bestens, wenn nicht Herr von Kuckuck (Martin Sommer) mit stimmlichen Problemen und deshalb mit der Gefahr zu kämpfen hätte, mitsamt seiner Kuckucksuhr im Mülleimer zu landen. Aber Gott sei Dank haben Frau Pfeffer und Herr Salz den frisch gebackenen Lebkuchenmann (Simon Weiskopf) zum Leben erweckt. Und mit dessen Fantasie und Hilfe gelingt es, den Kuckuck aus dem Schlamassel zu ziehen.

Bis es soweit ist, erleben die kleinen Premierenbesucher ein Musical, das sie in Atem hält und auf dessen Gefahrenmomente sie meist mit ohrenbetäubendem Lärm aufmerksam machen. Dass Herr von Kuckuck trotz ihrer lautstarken Warnung den vergifteten Honig isst, sein Pech. Es wird gejohlt, wenn sich die Maus und der Lebkuchenmann ein teilweise in Zeitlupe ausgeführtes Duell liefern, und brav zugehört, wenn das Ensemble „dada dumdum“ oder „womba“ singt, twistet oder zu Tangomusik tanzt. Es gibt keinen Stillstand, aber auch keine überflüssige Action. Poesie und Witz halten sich die Waage, das Cello ist mit mehreren Klassik-Zitaten von Bizet bis Beethoven nie aufdringlich, dafür umso anregender.

Ganz wesentlich zur dramaturgischen Dichte der 90-minütigen Aufführung trägt bei, dass Regisseurin Carola Unser den Figuren Dialekte zugeordnet hat. So spricht Herr Salz ostfriesisches Platt, Frau Pfeffer mit französischem und Herr von Kuckuck mit Schweizer Akzent – und der Lebkuchenmann verfällt bisweilen in die Sprache von Comic-Figuren.

Das Urteil über den „Lebkuchenmann“? „Zugabe, Zugabe“, skandierten die Kinder. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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