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NWZonline.de

Aber bitte mit Segen

07.03.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-03-08T09:00:26Z 280 158

Murdoch Und Hall Heiraten Kirchlich:
Aber bitte mit Segen

London Der Kirchgang war kurz, die Kleidung eher schlicht. Bereits nach knapp einer Stunde traten Rupert Murdoch (84) und das Ex-Model Jerry Hall (59) aus der kleinen St Bride’s Kirche an der Londoner Fleet Street. Die Wolken hingen tief, es war feucht und kalt, das Paar lächelte tapfer in die Kameras. Trotz Zurufen der Fotografen: Einen öffentlichen Kuss gab es nicht, wortlos ließ sich das Paar ablichten.

Auf Weiß hatte die Ex von Mick Jager verzichtet, nicht aber auf einen hauchzarten Schleier, der ihr Blondhaar umwehte. Die Schuhe waren flach und silberfarben, das Kleid nannten manche Medien „understated“, unauffällig, die Farbe bezeichneten einige als eisblau bis hellgrau, andere als elfenbein. Der Brautigam trug einen blauen Anzug, samt weißer Rose. Und, aufmerksame britische Medien entdeckten es sofort, seine Schuhe waren schick und hellbraun - für einen älteren Herren könnte man die Kombination fast schon gewagt nennen.

Gut 100 Gäste waren am Samstag erschienen, darunter Rockstar Bob Geldof, Ex-Rolling-Stones-Bassist Bill Wyman sowie der ebenfalls bereits betagte Schauspieler Michael Caine. Auch alle zehn Kinder des Paars - sechs von Murdoch, vier von Hall - waren da.

Für Murdoch, der nächste Woche 85 wird, ist es die vierte Hochzeit. Seine dritte Eheschließung mit Wendi Deng, einer seiner Angestellten, feierte er noch pompös auf einer Luxusjacht vor Manhattan. Da ging es in London eher bescheiden zu. Gefeiert werde streng abgeschirmt an einem unbekanten Ort, berichtete BBC. Wo die Flitterwochen verbracht werden, bleibe ebenso ein Geheimnis.

Ausgeblieben waren beim Kirchgang auch Halls Ex und Stones-Frontman Jagger. Auch Politiker, mit denen Murdoch früher ziemlich eng war, ließen sich nicht blicken, etwa Ex-Premier Tony Blair oder David Cameron, der derzeitige Hausheer in Downing Street Nummer 10. Seit dem schweren Abhörskandal von Murdoch-Blättern vor rund zehn Jahren hält die politische Klasse Abstand zu dem Erzkonservativen - zumindest öffentlich.

Dabei hatte Murdoch etwa für Blair einiges getan. Mit einem Fingerzeig ließ er seine damals mächtige, eigentlich stramm konservative Boulevardzeitung „The Sun“ 1997 im Wahlkampf den Labour-Mann Blair unterstützen. Am Tag nach der Wahl titelte die „Sun“: „Wir haben es gewonnen!“ Das war typisch Murdoch: Seine Nähe zur Politik, seine bewusste Einflussnahme sind legendär.

Auch in den USA, seiner Wahlheimat, mischt Murdoch schwer in der Politik mit. Mit der Braut hat er laut Medien bereits den ersten Zwist hinter sich: Die Texanerin hasst Donald Trump, Murdoch, der Unternehmer, denkt strategisch: Wenn er unvermeidbar ist, wäre man dumm, sich nicht mit ihm abzugeben, twitterte er kürzlich.