Lemwerder - Mitte Januar denkt wohl kaum noch jemand an Weihnachten. Doch genauso emsig wie bei den Vorbereitungen, waren am Samstag die Maibaumsetzer, die für den Abbau des Adventskranzes auf dem Rathausplatz in Lemwerder gesorgt haben.
Eigentlich war diese Aktion schon eine Woche zuvor geplant. Doch das musste aufgrund der gefrorenen Kabel verschoben werden. „Leicht hätten sie brechen können“, erklärte der Vorsitzende der Maibaumsetzer, Dieter Preuß. Gemeinsam mit zehn Vereinsmitgliedern und dem Treckergespann von Dieter Seemann rückte er an, um den Ring vom Tannengrün zu befreien, den schweren Metallpfahl abzuschrauben und alles mit vereinten Kräften auf dem Hänger zu verstauen.
„Vor etwas mehr als zwei Jahrzehnten fragte die Werbegemeinschaft, ob wir mit unserer Ausrüstung aushelfen könnten“, erinnerte der frühere Vorsitzende Valk Drutschmann, wie die Maibaumsetzer auch zu Adventskranzaufstellern wurden. Unterstützt von den örtlichen Betrieben, wurde die Technik im Laufe der Zeit immer wieder auf den neuesten Stand gebracht. Der einstige Holzpfahl ist mittlerweile aus Metall, die störanfällige Beleuchtung auf moderne LED umgestellt – und hübsche Hussen für die Befestigung genäht. Alles wandert nun in die Seemannsche Scheune, wo sich das „Sommerlager“ befindet.
Bis zum nächsten Winter dauert die Pause für den Ring allerdings nicht. Denn eigentlich gehörte er ursprünglich zum Maibaum, erklärte Dieter Preuß. Und so wird er auch in diesem April in geselliger Runde in der Scheune der Familie Seemann geschmückt.
Wie viele Vereine, sorgen sich leider auch die Maibaumsetzer um ihren Nachwuchs. Sie würden sich über Verstärkung freuen, der die Tradition auch weiterhin mit aufrecht erhalten möchte. Informationen gibt es für Interessierte unter der Telefonnummer 0421/671813.
