Westerstede - „Kultur ist mehr als nur ein Sahnehäubchen, sondern gehört zu jedem Menschen dazu“, stellte Thomas Kossendey, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, bei der Feier zur Sanierung der Jugendwerkstatt Abraxas fest. Im Café der Westersteder Einrichtung an der Gartenstraße wurde am Freitagnachmittag die Renovierung des ehemaligen Amtsschließerhauses, auf dem Gelände der Werkstatt gefeiert.
Neuer Mieter ist die GPS, die gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit. Künftig werden hier seelisch kranke Menschen in der Holzwerkstatt arbeiten. ziehen in die hergerichtete und ehemalige Amtsschließerhaus. „Somit haben wir regelmäßige Mieteinnahmen“, benannte Ortrud Kreft, Vorsitzende der Werkstatt, offen die finanzielle Situation der Jugendwerkstatt.
Das Atelier im ersten Stock werde nach wie vor als Kunstschule dienen, im Cafébereich werde dann Inklusion gelebt: Hier träfen Kunstschaffende und Mitarbeiter der Holzwerkstatt dann aufeinander, führte Ortrud Kreft aus.
Zusätzlich zu den vielen inspirierenden Worten, konnten die Gäste auch etwas Materielles mitnehmen: Handsignierte Drucke von Wolf Gerlach waren zu erwerben. Der kürzlich verstorbene Comiczeichner hatte der Jugendwerkstatt die Drucke als Unterstützung hinterlassen. Die Drucke fanden reißenden Absatz.
Bei soviel spürbarem Herzblut, das Ortrud Kreft für die Jugendwerkstatt aufbringt, darf man gespannt auf die weitere Entwicklung sein. Die offizielle Eröffnung der Räumlichkeiten seitens der GPS findet am 6. Dezember statt.
