Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Abschied Lokaljournalismus prägt sein Leben

BAD ZWISCHENAHN - Mehrere hundert Mal hat er während seines Berufslebens an Empfängen teilgenommen, um darüber in Wort und Bild zu berichten: Jetzt stand Otto Renken erstmals selbst im Mittelpunkt eines solchen Empfangs. Nach 36-jähriger Tätigkeit als

NWZ

 -Lokalredakteur für Bad Zwischenahn wurde der gebürtige Speckener am Dienstag offiziell in den Ruhestand verabschiedet.Im Beisein von Renkens Familie, Freunden, vieler Kollegen und Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und dem Vereinsleben würdigten verschiedene Redner das große journalistische Engagement des 59-Jährigen, der im Fremdenverkehrs- und Kurort „die

NWZ

  war“.

Besondere Biografie

NWZ

Sein stetiger Einsatzwille, seine Bereitschaft, sich auch über die Dienstzeit hinaus zu engagieren, sein höfliches Wesen und sein tadelsfreies Auftreten seien dem ehemaligen Hauptgefreiten Otto Renken zu Bundeswehrzeiten schon von seinem damaligen Bataillonskommandeur bescheinigt worden, betonte

NWZ

 -Chefreakteur Rolf Seelheim. „Für die

NWZ

  ist es ein Glücksfall gewesen, dass der Zwischenahner von seinem Berufswunsch, Lehrer zu werden, Abstand genommen hat“, betont Seelheim. Otto Renken sei als gelernter Kaufmann und mit großem Interesse an Fotografie 1974 Journalist geworden. 1989 wurde er auch stellvertretender Leiter der

NWZ

 -Reaktion im Ammerland.Als Lobbyist und Fachmann für Bad Zwischenahn habe sich Renken hausintern hartnäckig dafür eingesetzt, dass das Platzangebot für Bad Zwischenahn in der

NWZ

 -Ammerlandausgabe größer werde. Dass Otto Renken sehr viel Wertschätzung entgegen gebracht werde, zeige sich unter anderem darin, dass viele sehr überrascht und mit Bedauern registriert hätten, dass der Zwischenahner nun bald 60-jährig in den Vorruhestand wechseln wolle.Der

NWZ

  bleibe der begeisterte Radfahrer Renken insofern noch als Mitarbeiter erhalten, weil sich auch in Zukunft weiter um die Fahrradseite kümmern werde.Jeder Wechsel sei auch eine Chance, so

NWZ

 -Chefredakteur Seelheim, der Otto Renkens Nachfolger, Thomas Bücher, vorstellte. Der 35-jährige, der in Jever aufgewachsen ist, hat Germanistik, Journalistik und Politikwissenschaften studiert. Nach seinem Volontariat bei der

NWZ

  schrieb Bücher in Brake und Friesoythe für die

NWZ

 . Seit dem 1. Oktober ist er in Bad Zwischenahn tätig. Im Herzen des Kurortes, direkt in der Wandelhalle, habe die

NWZ

  dank der Unterstützung der Kurbetriebsgesellschaft ein

NWZ

 -Büro einrichten können.

NWZ

 -Geschäftsführer Ulrich Gathmann verwies darauf, dass Otto Renken zu den Mitarbeitern mit einer außergewöhnlichen Erwerbsbiografie gehöre, die es heutzutage nur selten gäbe. 36 Jahre sei Renken als Zwischenahner Lokalredakteur für die

NWZ

  tätig gewesen. Für diese Treue und seine große Einsatzbereitschaft gebühre ihm Dank und Anerkennung.

Als journalistisch stets fairen und sachlichen Berichterstatter, dem Bad Zwischenahns positive Entwicklung stets am Herzen gelegen habe, wurde Otto Renken von Zwischenahns Bürgermeister Dr. Arno Schilling bezeichnet. Auch privat habe sich Renken als Zwischenahner für Bad Zwischenahn auf vielfältige Weise engagiert. So organisiere er Treffen von Fahrradfreunden, wie das der Pedersen-Freunde, engagiere sich für das Mühlenwesen und die Kultur am Meer z.B. über den Förderverein Kirchmühle.

Verdienstzeichen erhalten

Die Verabschiedung Renkens aus dem Berufsleben bildete auch den feierlichen Rahmen für eine besondere Ehrung durch Vertreter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG): Ralf Zimmermann, Leiter für Öffentlichkeitsarbeit beim DLRG-Landesverband Niedersachsen, und der Zwischenahner DLRG-Ehrenvorsitzende Ewald Freese bedankten sich bei der

NWZ

  und insbesondere bei Otto Renken für die große Unterstützung und faire Berichterstattung, wenn es um DLRG-Belange und die ehrenamtlich tätigen Wasserretter ginge. Mit dem Verdienstzeichen in Silber, einer seltenen Auszeichnung für Nichtmitglieder, wurde Otto Renken geehrt.

Abschließend bedankte sich der Zwischenahner sichtlich gerührt bei allen „Weggefährten“. Lokaljournalismus habe sein Leben geprägt und Lokaljournalismus habe Zukunft, sagte Renken und verwies darauf, dass gerade Heimatzeitungen trotz aller modernen Entwicklungen in der Medienwelt einen sehr hohen Stellenwert hätten.

Das gelte besonders für die Ammerland-Ausgabe der

NWZ

 , die im August 2010 bei einem bundesweiten Vergleich der Heimatzeitungen auf Platz 1 landete und deutschlandweit das beste Verhältnis von Auflagenstärke zur Einwohnerzahl habe. Auch wenn sein Berufsleben jetzt vorbei sei, werde er sicherlich in seinem neuen Lebensabschnitt keine Langeweile haben, so Otto Renken, der seit kurzem Dänisch lernt, denn in Dänemark lebt sein Sohn Drees mit seiner Familie.
Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

MANN WIRD MEDIZINISCH BETREUT Polizei und Landkreis räumen Obdachlosen-Schlafplatz in Neusüdende

Frank Jacob
Neusüdende
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake