Eine Ära geht zu Ende: Nach fast 30 Jahren verlässt Dr. Doris Weiler-Streichsbier (63) das Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte. Zahlreiche Weggefährten, Kolleginnen, Kollegen und Freunde kamen am Freitag zu der offiziellen Verabschiedung, um ihr alles Gute zu wünschen. Seit 1983 ist die gebürtige Bielefelderin Oberkustodin und stellvertretende Museumsleiterin. Ihr ganzes Engagement galt den Abteilungen Museumspädagogik, Fotografie und Plastik. So arbeitete Doris Weiler-Streichsbier sehr eng mit Schulen in Oldenburg und der Region zusammen, um auch viele junge Menschen für Kunst zu begeistern und so das Haus auch stärker nach außen zu öffnen. Sie zählt auch zu den Mitbegründerinnen des Vereins „Lebendiges Museum“. Der Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Professor Rainer Stamm, sprach von einer „Generation der Museumspädagogik“, die Doris Weiler-Streichsbier mitgestaltet habe. Doris Weiler-Streichsbier gelang es im Bereich der Fotografie, Werke bedeutender Fotokünstler nach Oldenburg zu holen, wie etwa Andreas Feininger. Die scheidende Kustodin arbeitete in den vergangenen Jahren außer mit Stamm auch mit dessen Vorgängern Dr. Peter Reindl und Dr. Bernd Küster zusammen. Sie selbst wollte sich immer ganz der inhaltlichen Arbeit widmen und verzichtete daher bewusst darauf, selbst die Leitung des Hauses zu übernehmen, was ihr angeboten worden war. Doris Weiler-Streichsbier geht aber dem Kulturbereich in der Stadt Oldenburg nicht verloren, sie will sich künftig stärker im Kunstverein engagieren.
Ruth Hoting ausgezeichnet
Die Gründerin der Oldenburger Zeitzeugenbörse, Ruth Hoting, wurde in Leer mit dem Johann-Bünting-Förderpreis ausgezeichnet, der mit 5000 Euro dotiert ist. In der Stellungnahme der Jury heißt es: „Ruth Hoting hat 2004 die ‚Zeitzeugenbörse in Oldenburg gegründet. Seit sieben Jahren vermittelt sie Zeitzeugen historischer Ereignisse zum Beispiel an Schulen und Bildungsstätten mit dem Ziel, den Dialog zwischen den meist älteren Zeitzeugen und den jungen Menschen zu suchen, Erfahrungen und Erlebnisse weiterzugeben und zum Nachdenken anzuregen.“ Der Dialog zwischen den Generationen trage zu einem besseren Verständnis der Vergangenheit, der Gegenwart und zur Gestaltung der Zukunft bei. Oberbürgermeister Gerd Schwandner freute sich für die Preisträgerin. „Der Dialog zwischen den Generationen ist eine wichtige Aufgabe unserer Gesellschaft. Gerade die Erfahrungen der Älteren kann den Jüngeren helfen, den besten Weg zu finden und auch Fehler zu vermeiden.“
40 Jahre bei Famila
Abschied nach 40 Jahren: Vier Jahrzehnte hat sie bei Famila gearbeitet – nun ist Schluss. Zu diesem Anlass wurde Karin König am Freitagmorgen um 7.30 Uhr per Nostalgie-Bus von zu Hause abgeholt. Von dort ging es zu Famila am Scheideweg 100, wo sie von ihren Arbeitskollegen erwartet wurde.
Ehrungen beim Volksbund
Silke Meyn, erste Stadträtin, ehrte in ihrer Funktion als Kreisvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge langjährige Mitglieder des Volksbundes. Die geehrten Personen sind zwischen zehn und 60 Jahren im Verband. Zudem ehrte die Stadt Vertreter der Bundeswehr für ihren alljährlichen Einsatz für die Haus- und Straßensammlung.
