Wildeshausen - Kultur soll Freude machen. Bei den Mitgliedern des Kulturkreises Wildeshausen schwingt allerdings viel Ärger mit. Während der Vorstellung des Programms für die nächste Saison sprach der Vorstand bei aller Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen auch über Enttäuschungen.

Knackpunkt ist die Förderung durch die Stadt. 15 000 Euro stehen dem Verein jährlich aus der öffentlichen Kasse zur Verfügung. Trotz steigender Kosten und Honorare sei diese Unterstützung seit Jahren nicht angehoben worden, so der Vorsitzende Werner Stommel. Aus diesem Grund sind alle Eintrittskarten, bis auf die Weihnachtsvorstellung und die Lesung, in dieser Saison einen Euro teurer.

Grundsätzlich spürt Stommel wenig Rückenwind von Politik und Verwaltung. Das zeige sich bereits an der geringen Zahl der Repräsentanten im Publikum bei Veranstaltungen des Kulturkreises. „Ich wünsche mir vom Stadtrat und vom neuen Bürgermeister mehr Offenheit in diesem Bereich“, so Stommel.

Ein weiteres Problem seien die Räumlichkeiten. Wildeshausen verfüge über keine von der Größe angemessen Spielstätte, sowohl was Zuschauerplätze, als auch Spielraum angehe. „Viele Theateraufführungen scheitern schon daran, dass das Bühnenbild von der Größe her gar nicht passt“, erzählte Stommel.

Trotz aller Widrigkeiten hat der Verein erneut ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Für Kinder sind vom Klassiker Ronja Räubertochter bis zum musikalischen „Koffer-Konzert“ ganz unterschiedliche Aufführungen dabei. „Wir wollten Variation ins Programm bringen“, sagte Vorstandsmitglied Elisabeth Brons.

Auf die Erwachsenen warten Rückkehrer wie Cordarte und das Faust Quartett, aber auch neue Gäste wie das Trio Lusingando, die den Zuschauern das relativ unbekannte Instrument Bassetthorn vorstellen wollen.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)