Oldenburg - Ihre Vorstellung im Umweltausschuss geriet eher zu einem Rechenschaftsbericht. Die neue Agendabeauftragte Inka Thole legte Rechenschaft darüber ab, was sie in den ersten Wochen geleistet hat.
Und das war eine Menge: 20 Gruppen waren es mal, die sich in Oldenburg im Zuge des weltweiten Aktionsprogramms der Vereinten Nationen engagierten, die seit 1997 lokal für eine nachhaltige Stadtentwicklung sorgen wollten. Heute sind es nur noch 13, die sich mehr oder weniger intensiv mit der Agenda beschäftigen. Die Nachfolgerin von Thomas Ponel, der im Zuge des Rückzugs der Stadt aus dem Regenwald-Projekt in Solano (Kolumbien) auf eine andere Stelle innerhalb der Verwaltung wechselte, bemüht sich, den stockenden Agenda-Prozess wieder in Gang zu bringen. In 15 Städten habe sie nach dem Agenda-Prozess gefragt, sieben würden sich nicht mehr beteiligen, in den übrigen sei ein deutlich nachlassendes Interesse zu spüren. „Ehrenamtliche Mitarbeiter sind schwer zu finden“, sagt die 44-Jährige.
Zukünftig möchte sie die 13 verbliebenen Gruppen gezielt in ihrer Arbeit unterstützen, den Agendaprozess erklären, verwaltungsintern die Nachhaltigkeit optimieren und pro Jahr ein Schwerpunktthema wählen, an dem die Gruppen arbeiten könnten. „In Oldenburg gibt es noch den Verschenkmarkt, die Gruppe Wasser, Amphibien, Energiebasisberater, Weltmusik, Oldenburg-Pass, Fairtrade, Zeitzeugenbörse, Kobe, Kolumbien, Initiative Wohnberatung, Gesundheitsförderung sowie Mobilfunk“, erklärte sie auf Nachfrage der NWZ . Ihre Rolle sieht sie als Moderatorin und Vermittlerin.
Außerdem will Thole die Fair-Trade-Messe in Dortmund besuchen und einen Netzwerk-21-Prozess aufbauen. Dem Umweltausschuss möchte sie zweimal pro Jahr über ihre Arbeit und den Fortgang des Agenda-Prozesses in der Stadt berichten. Zu erreichen ist sie unter Tel. 2353246.
