Ahlhorn - Zum Fest der Eisernen Hochzeit von Anna, geborene Gauker, und Jakob Friesen aus Ahlhorn, gratulierten zum Ehrentag am Samstagmorgen der stellvertretende Großenkneter Bürgermeister Samuel Stoll und Landratsvertreter Günter Westermann. Sie überbrachten die Grüße von Land, Kreis und Gemeinde, verbunden mit einem Blumenstrauß und Ehrenurkunden.
Am 18. November vor 65 Jahren läuteten für das Paar die Hochzeitsglocken. Sie lebten in zwei Dörfern in der Region Omsk in Sibirien. Ihre Wege kreuzten sich im Tanzclub. Bei den Veranstaltungen mit Musik und guter Laune kamen sich die jungen Leute näher. Aus der Begegnung wurde Liebe und eine Ehe, aus der drei Mädchen und ein Junge stammen. Heute erweitern die Familie sieben Enkelkinder und fünf Urenkel.
Nach der Hochzeit lebten die Eheleute bei den Eltern von Jakob Friesen. Er arbeitete in der Landwirtschaft in der Kolchose. Später dann auch in der technischen Betreuung der Maschinen. 30 Jahre habe er dort gearbeitet, erinnert sich der Jubelbräutigam an die Zeit zurück. 1992 führte das Paar als Russland-Deutsche der Weg nach Ahlhorn, wo die Eheleute heute in der Schulstraße leben. Auch die Kinder haben ihren Lebensmittelpunkt in der Gemeinde Großenkneten – bis auf eine Tochter, die aus Hannover den Eltern gratulierte.
Auch wenn die Gesundheit nicht mehr so mitspielt, ist für Jakob Friesen die Bibel die wichtigste Lektüre. Beide sind Mitglied der Freien Evangelischen Kirche in Ahlhorn. Die Gottesdienste gleich in der benachbarten Kirche werden nach Möglichkeit immer besucht.
In ihrer Wohnung wird das Jubelpaar rund um die Uhr betreut. Ganz alleine können die Eheleute sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr versorgen. An ihrem Ehrentag freuten sie sich über ihr erfülltes Leben und blickten auf manche Episode darin zurück.
