AHLHORN - Bei einem Empfang im Blockhaus Ahlhorn, zu dem die Gemeinde Großenkneten, das Blockhaus Ahlhorn, die Diakonie und die Ev.-Luth.-Kirche Oldenburg eingeladen hatten, stand am Dienstag Heinz Heinsen im Mittelpunkt. Der Großenkneter, der sich seit Jahrzehnten in Kirche, Diakonie und Politik vielfältig engagiert, feierte seinen 70. Geburtstag im Kreise vieler Wegbegleiter. Dass dies im Blockhaus geschah, hat seinen besonderen Grund. Schließlich liegt der Erhalt dieser Einrichtung dem Jubilar besonders am Herzen, wie Pfarrer Jörg Schierholz vom Blockhaus-Kuratorium betonte.
Bischof Peter Krug stimmte mit den rund 60 Gästen den Kanon „Viel Glück und viel Segen“ an und überreichte einen Regenschirm mit dem Spruch „Wer unter dem Schirm des Höchsten wandelt . . .“ Das Großenkneter Pastoren-Duo Dietrich Jaedicke und Sabine Spieker-Lauhöfer sang zur Gitarrenbegleitung ein Lied mit mehreren Strophen frei nach Paul Gerhardt: „Geh aus mein Heinz und suche Freud . . .“. Bürgermeister Volker Bernasko verlas ein Gedicht über einen Kommunalpolitiker.
So gratulierte am Dienstag jeder auf seine Weise dem Jubilar, der laut Landrat Frank Eger „nie die Freude an der ehrenamtlichen Arbeit verloren hat“. Die Liste der Ehrenämter, die Heinz Heinsen in den vergangenen Jahren in Kirche und Politik ausfüllte bzw. auch immer noch inne hat, ist unendlich lang.
1952 engagierte er sich als junger Mensch in der kirchlichen Jugendarbeit in Huntlosen. Aus diesem ersten Kontakt zur kirchlichen Arbeit erwuchsen viele Aufgaben, die er verantwortungsvoll übernahm, bis hin zum Präsidenten der Synode der Evangelischen Kirche Oldenburg.
Politisch aktiv wurde Heinsen ab 1972. Er engagierte sich in Gemeinderat und Kreistag, war ehrenamtlicher Bürgermeister und ist heute Ratsvorsitzender. Heinsen ist Schiedsmann, Vorsitzender des Kuratoriums des Ahlhorner Blockhauses, Partnerschaftsausschuss-Vorsitzender, Vorsitzender des Diakonischen Werkes . . .
Landrat Eger lobte Heinsens exzellentes Gespür für das Notwendige und Machbare. Er ecke bewusst auch mal an, wenn er von der Richtigkeit einer Entscheidung überzeugt sei, und er sei der „Prototyp des Oldenburger Sozialdemokraten“. „Sie sind immer geradeaus“, sagte Eger.
Heinsen habe überall Zeichen gesetzt. Die Gemeinde habe von seinem Engagement, von seinem Durchsetzungsvermögen und der Erfahrung immer wieder profitiert, betonte Bürgermeister Bernasko. Heinsen mache bei all seinem Tun immer wieder deutlich, dass der Mensch ihm wichtig sei, erklärte Diakonie-Vorstand Wolfgang Bartels. Die Redner vergaßen auch nicht, Heidrun Heinsen zu danken, die ihrem Mann in all den Jahren unterstützend zur Seite stand und oft auf ihn verzichten musste, weil er in einem seiner vielen Ehrenämter unterwegs war.
