AHLHORN - Die Polizei klärt über die Folgen des Drogenkonsums auf. Auch der Spielmannszug wirbt um neue Mitglieder.
von Frank Jacob
Der Präventionskreis der Gemeinde Großenkneten hat sich 1993 den Namen Kaktusblüte gegeben. „Er fasst etwas Stacheliges an und hat die Hoffnung, dass der Kaktus irgendwann blüht“, erläutert Sprecher Bernd Book die Namensgebung. Seit einigen Jahren blüht nun die Arbeit des Präventionskreises wieder auf. Grund genug, am vergangenen Sonnabend nach neunjähriger Pause in Ahlhorn wieder ein Kaktusblütenfest zu veranstalten.
„Durch die vielen Aktivitäten der mitmachenden Vereine bekommen Kinder und Jugendliche Anreize, was sie mit ihrer Freizeit anfangen können“, unterstreicht die zweite stellvertretende Bürgermeisterin Petra Spille-Kloft in ihrer Begrüßung die Bedeutung des Festes. „Runter von der Straße, rein in die Vereine“, bringt Moderator Michael Krüger das Ziel der Veranstaltung präzise auf den Punkt.
Auf der Sportanlage am Westerholtskamp präsentieren sich denn auch viele Vereine aus der Gemeinde – von den Kaninchenzüchtern bis zu den Schützen. Die Kindergärten sind ebenso vertreten wie die Polizei und die Gemeindejugendpflege. An deren Stand versuchen sich gerade Franziska, Nadine und Sabrina im Einradfahren und stellen fest: „Das ist gar nicht so einfach.“ Die drei Mädchen wollen schon einmal Erfahrung sammeln und bald anfangen, regelmäßig Einrad zu fahren.
Unterdessen setzt sich Jule aus Ahlhorn die so genannte Drogenbrille der Polizei auf. „Das ist ein komisches Gefühl. Alles verschwimmt und mir wird schwindelig“, meint die Zwölfjährige. Kein Wunder, simuliert die Brille doch einen Alkoholgehalt von einem bis eineinhalb Promille, berichtet Manfred Winterbur von der Polizei in Ahlhorn.
Wer bei einer Aktion mitmacht, bekommt einen Stempel auf seinen Laufzettel und darf sich später ein kleines Geschenk abholen. So stellen die Organisatoren sicher, dass möglichst viele der Angebote auch wahrgenommen werden.
Mit der Resonanz zeigt sich Bernd Book später zufrieden, auch wenn es viele Leute bei den hochsommerlichen Temperaturen eher ins Schwimmbad oder an den Badesee gezogen hat. Zudem ist es ein sehr junges Publikum, das sich von der Mischung aus Mitmachaktionen und Vorführungen begeistern lässt. Nicht nur Book wünscht sich mehr Jugendliche unter den Besuchern.
„Das Interesse ist da, aber die Kinder sind zu jung“, meint Peter Kirmes, Vorsitzender des Spielmannszuges Großenkneten. Neun Jahre nennt er als ideales Einstiegsalter, da alle Stücke auswendig vorgetragen werden müssen. Gleichwohl lobt er, wie alle Beteiligten, das Kaktusblütenfest und das Engagement der Mitwirkenden.
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