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Theater Comedy aus dem Stegreif: Das kommt an

kd

AHLHORN - „Impronal“ klingt irgendwie nach Medizin, die der Arzt verschreibt. Da Lachen bekanntlich die beste Medizin ist, ist das, was das Comedy-Duo „Impronal“ auf der Bühne des Alten Posthauses in Ahlhorn am Donnerstagabend bot, wärmstens zu empfehlen. Ganz ohne Nebenwirkungen – bis auf die arg strapazierten Lachmuskeln. Die 100 Gäste im ausverkauften Saal sparten denn auch nicht mit Applaus.

Der Verkehrsverein Großenkneten hatte zur Belebung des kulturellen Angebots in der Gemeinde zu dem Abend eingeladen. Vorsitzender Uwe Meyer freute sich über das volle Haus.

Das Leben steckt voller Überraschungen. Und das gilt natürlich besonders für Improvisationstheater aus dem Stegreif, wie es die beiden Bremer Comedians Eduart Tainer und Boris Radivoj zelebrieren. Da gibt es kein Drehbuch. Die Orte, Themen, Berufe oder Gefühle bestimmt das Publikum. Und die Szenen wechseln schneller als der Arzt erlaubt. Gerade noch ein Baby im Arm – im nächsten Moment ist es eine Bombe . . .

Den abrupten Szenenwechsel per Hupton einzuleiten, überlassen die Comedians dabei einem der Zuschauer. Und schon agiert die nächste Figur auf der Bühne – bis zum nächsten Hupton . . .

Das Publikum spielt eine wichtige Rolle. Die Gäste werden in der Pause darum gebeten, in den Hut des Musikers Zettel mit Sprüchen zu werfen, die sie aufgeschrieben haben. Und diese Sätze werden dann gnadenlos eingebaut in die nächsten Spielszenen.

„Das Leben steckt voller Überraschungen“, flüstert da eben der Maulwurf, der den Hobbygärtner nervt. Auf die Frage: „Schatz, willst du mich heiraten?“ kommt die Antwort: „Die Sau ist tot“. Und die Kernthese der Philosophie lautet, abgelesen von einem Zettel aus dem Publikum, ganz klar: „Wer im ­April einen hebt, der hat den Winter überlebt“.

Musiker Tim Verbarg unterstützte das Duo am Klavier. Denn es wurde auch schon mal gesungen. Ein schaurig-schönes Lied aus der Wüste zum Beispiel – weil sich das Publikum gerade diesen Ort wünschte. Erst nach einer Zugabe wurden die Akteure vom Publikum entlassen.

Verkehrsvereinsvorsitzender Uwe Meyer und Geschäftsführerin Christa Thöle bedankten sich bei Eduart Tainer, Boris Radivoj und Tim Verbarg mit einem Bildband der Gemeinde und einem „Scharfen Schäfer“ für die tolle Show.

Uwe Meyer sagte gegenüber der

NWZ

 , dass der Verkehrsverein künftig mindestens einmal im Frühjahr und im Herbst eine kulturelle Veranstaltung an wechselnden Orten in der Gemeinde Großenkneten anbieten möchte.
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