Lemwerder - Sechsmal Wortwitz, sechsmal die feine Klinge der Unterhaltung – diesen attraktiven Sechserpack bekommen diejenigen geboten, die sich noch ein Abonnement im Kulturzentrum Begu in Lemwerder für den Rest dieses Jahres sichern wollen.

Los geht es bereits am kommenden Sonnabend, 8. September, wenn um 20 Uhr Chin Meyer mit seinem Programm „Der Rubel rollt“ auf der Begu-Bühne auftritt. Er setzt sich mit dem Thema Geld schlechthin auseinander. Für Meyer ist klar: Den Kampf gegen das Kapital gewinnt man nur – mit Kapital. Deswegen ist seine Kernforderung: Geld für alle! Und er fragt sich auf humorvolle und bissige Art, warum die Commerzbank unter einen Rettungsschirm darf und Otto Normalverbraucher nicht.

„Schön scharf“ heißt das Programm, mit dem Jens Neutag am 6. Oktober zu Gast ist. Bissig, intelligent, unterhaltsam gibt er Anstöße, ohne dabei anstößig zu sein. Genau damit hat er sich als einer der wenigen jungen Kabarettisten seines Jahrgangs bundesweit einen Namen gemacht. „Schön scharf“ soll seine Darbietung sein, denn Schärfe schüttet Glückshormone aus.

Bekannt aus dem Fernsehen ist Fatih Cevikkollu, der am 20. Oktober ein Gastspiel in der Begu gibt. In den Kabarettsendungen Mitternachtspitzen, Ottis Schlachthof und Neues aus der Anstalt hat er mitgewirkt. In seinem Programm „FATIH unser“ stellt er unter anderem die Frage aller Fragen, kommt nach dem Genuss die Reue oder ist es umgekehrt, kommt am Ende die große Bestrafung für ein Leben voller Laster und Sünden, oder lacht sich dann einer nur kaputt, weil man das Beste ganz fromm verpasst hat.

Mit dem Zustand Deutschlands setzt sich am 10. November (20 Uhr) Thomas Reis in seinem Programm „Reisparteitag“ unverstellt subjektiv, vorausschauend voreingenommen und erfreulich aktuell sezierend auseinander. Wie ein Trüffelschwein spürt er den Absurditäten nach und korrigiert liebgewonnene Klischees.

Seit vielen Jahren ziehen schon die fünf munteren Musiker von 6-Zylinder durch die Lande. Am 23. November (20 Uhr) machen sie dabei in der Begu Halt. Sie singen wunderschöne Lieder, lustige Lieder, sie singen mitreißende und schön doofe Lieder. Auch haben sie so manchem totgeglaubten Schlagen wieder Leben eingehaucht. All das bieten sie mit ausgefuchsten Choreographien sowie einem eigenen skurrilen Humor dar.

Den Abschluss der kabarettistischen Vorstellungen in diesem Jahr macht das Trio von „Nordkurve“, das am 7. Dezember in dem Kulturzentrum aufläuft. „Neues Kabarett im Dreierpack“ heißt das Programm, das Frieda Braun, Joachim Zawischa und Hans Krüger vorstellen werden. Die so unterschiedlichen Akteure versprechen einen unterhaltsamen Abend. Brauns Erzählungen sind geprägt von komischen Begebenheiten, Zawischa ist ein Senkrechtstarter in der deutschen Kabarettszene, und Schauspieler Krüger turnt wie ein Akrobat zwischen Tiefsinn und Unsinn, zwischen Realität und Fiktion.