Wahnbek - Alle Wahnbeker Bauern saßen schon einmal im Knast. Das war 1669. Damals regierten die Dänen – und wer seine Abgaben nicht unverzüglich ablieferte, der wurde eingesperrt, wusste Klaus Hillen, stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins Wahnbek-Ipwege-Ipwegermoor, am Sonnabend im Wahnbeker Hof zu berichten.

Das 888-jährige Bestehen Wahnbeks wurde dort gefeiert – und Ortsvereinsvorsitzende Gerta Pfeifer, die im Vorfeld der Feierstunde noch darauf gehofft hatte, dass vielleicht „ein paar Leute erscheinen“, stellte gleich zu Beginn vor vollem Saal fest: „Super, dass Ihr alle gekommen seid“.

Klaus Hillen hielt an diesem Nachmittag in drei Teilen ausführliche Rückschau auf die Geschichte vor allem Wahnbeks – auch wenn Ipwege und Ipwegermoor nicht ausgespart wurden. Die Wahnbeker Power­kids unter Leitung von Sabine Freundt und die Wahnbeker Turmsänger (Anna-Barbara Hoffmann) sorgten für das mit viel Applaus bedachte musikalische Rahmenprogramm des Nachmittags, an dem Klaus Hillen seine Rückblick am 27. September 1124 begann: An diesem Tag sei der Ort „Wadinbechi“ erstmals geschichtlich erwähnt worden. Im Laufe der Geschichte folgten Namen wie Wadembeke, Wagenbeke oder Wahnbeck. Heute wird es eben Wahnbek geschrieben und gehört seit der Verwaltungsreform im Jahr 1933 wie Ipwege und Ipwegermoor auch nicht mehr zur politischen Gemeinde Ohmstede, sondern wurde der Gemeinde Ras­tede zugeschlagen.

Die Eisenbahnstrecke Oldenburg-Brake, die „Gummibahn“, die heute längst wieder Geschichte ist, wurde 1896 eröffnet, wusste Hillen zu berichten. Und er vergaß auch nicht zu erwähnen, dass der Ortsverein Wahnbek-Ipwege am 14. Oktober 1966 gegründet worden war. Der sammelt seit 1976 übrigens alle in der Presse über ihn erschienenen Artikel – bis heute. Die entsprechenden Mappen luden am Sonnabend im Saal denn auch zum Schauen und Sich-erinnern ein.

Der Nachmittag endete mit einem Lied, das gemeinsam von allen im Saal gesungen wurde. Es heißt: „Dat du mien levsten büst.“