Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen: Vor 40 Jahren hatten die Schüler einer Abgangsklasse der damaligen Volksschule Ganderkesee verabredet, einander regelmäßig wiederzutreffen. Was sich jedoch im Nachhinein oft als hohle Phrase erweist, hat die einstige Klasse 9Sb in die Tat umgesetzt. Alle fünf Jahre kamen die ehemaligen Volksschüler seither wieder zusammen – so auch am Sonnabend. Bevor im Gasthof Stolle das Wiedersehen gefeiert wurde, unternahm die Gruppe einen kleinen Spaziergang zu ihrer früheren Wirkungsstätte. Zum Gruppenfoto versammelte man sich im alten Klassenraum – der sich übrigens in den vergangenen 40 Jahren praktisch nicht verändert hat, wie die Organisatorinnen des Treffens, Susanne Hesse-Neugebauer, Uschi Nolte und Heide Timmermann, festgestellt haben. Ebenfalls zum Treffen erschienen waren Erika Haase und Prof. Dr. Klaus Winter, zwei der damaligen Lehrkräfte der 9Sb. Die Pädagogen dürften an diesem Wochenende über eines besonders erfreut gewesen sein: die Fehlzeiten ihrer Schüler. Mit 20 Anwesenden war auch nach 40 Jahren noch fast die komplette Klasse erschienen.
Ein gutes Zeugnis bekamen am Sonnabend auch die Veranstalter des 33. Kinderkleider- und Spielzeugmarktes im Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde St. Hedwig (ovales Bild, links). Schon zu Beginn herrschte riesiger Besucherandrang. In sämtlichen Räumen des Pfarrheims konnten sie nach Baby- und Kinderkleidung, Spielzeug, Kommunionkleidung und Mode für werdende Mütter stöbern. Für eine kleine Stärkung zwischendurch hatte die Kirchengemeinde Waffeln und selbst gebackenen Kuchen vorbereitet. 15 Prozent des Erlöses werden laut Mitorganisatorin Thea Tammen auch dieses Mal wieder wohltätigen Zwecken zugute kommen – unter anderem sollen die „Tafel“ und die Partnergemeinde in Brasilien profitieren.
Die eigene Gemeinde erkundet haben am Sonnabendnachmittag die Teilnehmerinnen eines Frühlingsspaziergangs mit Gästeführerin Lisa Dierks (ovales Bild, oben) in Hohenböken. Vom Landcafé Loewenstein aus ging es zwei Stunden lang durch den Hasbruch. „Hilde hat die Sonne angeknipst – vorhin war es ja noch etwas nebelig“, freute sich Lisa Dirks angesichts des pünktlich um die Mittagszeit aufgerissenen Himmels mit einem Seitenblick auf das Landcafé, in dem Inhaberin Hilde Loewenstein zu dieser Zeit die letzten Torten vorbereitete. Im Anschluss an ihren „Genießerspaziergang“ (Dierks) genehmigten sich die Frauen noch ein Stückchen davon.
Eine andere Art von Genuss bot am Sonntag die Eröffnung der Ausstellung „Spuren“ im Heider Gezeitenhaus (Heider Ring 122). Prof. Dieter Simon aus Hamburg zeigt dort bis zum 30. April immer sonntags von 15 bis 17 Uhr seine Arbeiten, die er als „Konstrakte“ bezeichnet – Bilder von konkreten Dingen, die durch Bildschnitt und Nahaufnahme zu Abstraktem werden. Musikalisch untermalt wurde die Vernissage von den Schülerinnen Alicia Pinzon und Helena Blum auf der Blockflöte mit drei Stücken aus Mozarts „Zauberflöte“. Am Nachmittag gestaltete Eva Simon im Gemeinschaftsraum des Gezeitenhauses ein Gedichtseminar zum Thema „Gezeiten“.
