• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Kultur

Als Bob Dylan den Folk elektroschockte

27.07.2015

Newport Am 25. Juli 1965 stand Bob Dylan mit einer elektrischen Gitarre um die Schulter beim Newport Folk Festival auf der Bühne. Er trug eine Lederjacke und spielte „Maggie“s Farm“ an. Ein Teil des Publikums jubelte - der andere Teil buhte den damals 24-Jährigen gnadenlos aus. Letztere waren fassungslos, warum jemand, der bis dato bestens bekannt war für seine von einer akustischen Gitarre begleiteten Protestlieder, auf einmal ein elektrisches Instrument nutzte. Es war einer der wichtigsten Momente der Rockgeschichte und gleichzeitig einer der bedeutendsten Augenblicke Dylans auf dem Weg zur Musiklegende.

Genau 50 Jahre nach dem Auftritt ist die E-Gitarre, eine Fender Stratocaster, zurück in Newport. Oder wie Festivalchef Jay Sweet zu Beginn des dreitägigen Festivals am Freitag über eine Sprecherin ausrichten ließ: „Dylans Gitarre ist zu Hause.“

Jim Irsay, der Inhaber des amerikanischen Footballteams Indianapolis Colts, kaufte das gute Stück im Jahr 2013 für 965 000 Dollar - heute wären das ungefähr 880 000 Euro. Es ist bislang die teuerste Gitarre, die jemals versteigert wurde.

Der Kurator brachte die Fender Stratocaster am Freitag zu dem Festival mit, das Bob Dylan 50 Jahre nach seinem Auftritt Tribut zollen will. Unter anderem sollten die Musiker und Bands aus dem Line-Up für Sonntag so lange geheim gehalten werden, bis sie auf die Bühne traten. Auf dem Folkfestival soll außerdem eine Diskussion über ein Buch stattfinden, das Dylans Auftritt 1965 unter die Lupe nimmt. Dessen treffender Titel: „Dylan Goes Electric!“ Im Untertitel ist die Rede von „dem Abend, der die Sixties spaltete“. Geschrieben hat das Werk Elijah Wald.

Die Organisatoren in Newport hoffen noch auf etwas ganz Besonderes: Dass die Gitarre an diesem Wochenende gespielt werden kann. Erklungen ist die Fender Stratocaster öffentlich seit 50 Jahren nicht. Die Frage, wer die E-Gitarre wohl spielen könnte, hatte bei den Musikfans große Hoffnungen ausgelöst, dass Dylan selbst vielleicht zu dem Fest eingeladen worden sei. Dem erteilte Organisator Sweet aber eine Absage.

Das letzte Mal beim Newport Folk Festival spielte der heute 74-Jährige im Jahr 2002. Den Besuchern bleibt somit vermutlich nur die Erinnerung an die einzigartigen - und kontrovers ankommenden - Klänge aus Dylans E-Gitarre. „Sie ist solch ein wichtiger Teil der Musikgeschichte, und Dylan war der Shakespeare unserer Generation“, sagt Besitzer Irsay.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.