Neustadtgödens - Nach vier Monaten Winterpause beginnt Ende März die neue Saison im Museum im Landrichterhaus in Neustadtgödens mit der neuen Sonderausstellung „Katholische Ostfriesen – 300 Jahre St. Joseph“.

1715 wurde die katholische Kirche Neustadtgödens als erster katholischer Kirchenbau der Nachreformation auf dem Gebiet Ostfrieslands eingeweiht. „Das Museum im Landrichterhaus nimmt das diesjährige Kirchenjubiläum zum Anlass, St. Joseph und den katholischen Ostfriesen eine Sonderausstellung zu widmen“, sagt der wissenschaftliche Mitarbeiter Stephan Horschitz, der die Ausstellung maßgeblich konzipiert hat.

Feierliche Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, 26. März, um 18 Uhr in der katholischen Kirche St. Joseph zu Neustadtgödens. Nach der Eröffnung und Erläuterung der Ausstellung durch Prof. Dr. Antje Sander und Stephan Horschitz vom Zweckverband Schlossmuseum und Pfarrer Johannes Ehrenbrink stellt der kostümierte Graf von Frydag alias Werner Kleinschmidt einen etwa 25-minütigen Teil der neuen Gästeführung durch den historischen Ort vor.

In dieser neuen Führung wird erläutert, wie die Herrlichkeit Gödens katholisch wurde. Er berichtet von seinen Großeltern, die mitten im Dreißigjährigen Krieg den Katholizismus in einem protestantischen Gebiet einführten, von klugen Entscheidungen, die zur Ansiedlung von fünf Religionsgemeinschaften führten und ökonomisch weitsichtig waren, von „kriminellen Machenschaften“ seiner Mutter, ohne die es die Kirchenvielfalt niemals gegeben hätte.

Die Führung endet im Museum im Landrichterhaus.