Nordenham/Nordholz - Ab zum Deichbrand-Festival heißt es an diesem Donnerstag auch wieder für 14 Mitglieder des Johanniter-Ortsverbands Nordenham. Doch natürlich fahren die Nordenhamer Sanitäter nicht zum Feiern nach Nordholz, sondern sorgen für die Sicherheit oder kümmern sich um die Einsatzkräfte.

Mit insgesamt 107 Einsatzkräften unterstützt die Regionalbereitschaft Weser-Ems in diesem Jahr den Sanitätsdienst beim Deichbrand-Festival in Nordholz bei Cuxhaven. Die Einsatzleitung über die insgesamt mehr als 500 Johanniter vor Ort hat der Johanniter-Regionalverband Bremen-Verden. Die Johanniter aus dem Gebiet Weser-Ems werden vor allem in der Unfallhilfsstelle an der Waterstage, eine der beiden Hauptbühnen, und am Palastzelt zum Einsatz kommen.

Neben den 14 Nordenhamern gehören zum Weser-Ems-Team 4 Sanitäter des Ortsverbands Ahlhorn, 8 aus Cloppenburg, 16 aus Delmenhorst, 7 aus Lingen und Nordhorn, 10 aus Osnabrück, zwei aus Wittmund und je ein Sanitäter der Ortsverbände Emden und Edewecht.

Die meisten Einsatzkräfte stellt mit 34 ehrenamtlichen „Rocker-Rettern“ der Ortsverband Oldenburg, berichtet Pressesprecher Stefan Greiber. Einige von ihnen werden auch in der Einsatzleitung mitarbeiten. Eine besondere Aufgabe haben die fünf Helfer des Ortsverbands Jeverland. Sie kümmern sich mit ihrem Feldküchentrupp um die Verpflegung der Einsatzkräfte.

Ebenfalls unter der Flagge der Regionalbereitschaft Weser-Ems nehmen fünf Johanniter aus dem Bundesgebiet am Einsatz teil. Vier von ihnen kommen aus verschiedenen Verbänden in Berlin, einer vom Regionalverband Rheinhessen.

„Wir gehen davon aus, dass alles weitgehend ruhig bleibt. Aber wir wollen natürlich gut vorbereitet sein“, sagt Zugführer Stefan Onken von der Regionalbereitschaft Weser-Ems.

Zum Deichbrand-Festival werden rund 50 000 Besucher erwartet. Bereits in den zurückliegenden Jahren haben die Johanniter den Sanitätsdienst vor Ort gestellt. Im vergangenen Jahr mussten die Johanniter-Retter rund 4000 Mal tätig werden. 2016 machte vor allem die Hitze den Festivalbesuchern zu schaffen. Weil sie nicht oft genug zu nichtalkoholischen Getränken griffen, litten einige Besucher an Kreislaufproblemen oder sogar an Dehydrierung.

Auch die Versorgung von Verstauchungen und Schnittwunden übernahmen die Einsatzkräfte der Johanniter. „Das Deichbrand war auch 2016 ein sehr friedliches Festival“, sagt Thorsten Ernst, Einsatzleiter der Johanniter. „Die Behandlungszahlen waren im Verhältnis zur Größe des Festivals und der heißen Witterung im normalen Bereich.“