Dangast - Die jüngste Unterschriftensammlung zum Erhalt der Kuranlage Dangast ist nicht die erste in der Stadt Varel gewesen. 2006 hatte die damals 85-jährige Dangasterin Hedwig Awe mit Unterstützung von Wolfgang Half und Iko Chmielewski 2200 Unterschriften zum Erhalt von sechs Bäumen an der Straße „An der Rennweide“ gesammelt und an Bürgermeister Gerd-Christian Wagner übergeben. Ihr Ziel: Die Bäume – eine 80-jährige Buche, zwei 120 Jahre alte Linden und drei 100 Jahre alte Eichen – sollen in die Baumschutzsatzung der Stadt Varel aufgenommen und so besser geschützt werden.
Die heute 92 Jahre alte Hedwig Awe ist froh, dass die Bäume immer noch auf ihrem Nachbargrundstück „An der Rennweide 16“ stehen, auch wenn sie nicht in die Baumschutzsatzung aufgenommen wurden. Die Bäume seien ortsbildprägend, ebenso das alte Fischerhaus, dass ihr Großvater Karl-Anton Gröning um das Jahr 1900 gebaut habe. „Ich habe das nicht für mich, sondern für Dangast getan“, erklärt Awe noch einmal die damalige Unterschriftenaktion. Sie hatte befürchtet, dass das Grundstück verkauft, das Fischerhaus abgerissen, die Bäume gefällt und dort Ferienwohnungen gebaut werden. „Dangast braucht keine weiteren Ferienwohnungen“, hatte sie 2006 dem Bürgermeister gesagt.
Inzwischen gehört das Grundstück zwei Neffen von Hedwig Awe. Sie haben das alte Haus renoviert, dort zwei Ferienwohnungen eingerichtet und die Bäume erhalten.
Wolfgang Half machte noch einmal die Bedeutung der Bäume für Dangast deutlich, reiche doch der Geestwald bis an den Jadebusen heran. Leider seien angrenzend an das Grundstück von Hedwig Awe im Geestwald schon mehrere Bäume gefällt worden, bedauert er. Doch es handele sich um Privatbesitz, und die Bäume seien nicht geschützt. Besonders im vergangenen Jahr seien in Dangast allerlei Bäume gefällt worden, teilweise auch unerlaubt im Landschaftsschutzgebiet.
