Lange Zeit pflegten die ersten Anlieger des Koppelwegs in Friesoythe die Tradition, bei besonderen Anlässen wie Geburtstagen eine Fahne aufzustellen. Das passende Schuhwerk – handgefertigte Holzschuhe – musste natürlich auch sein, denn schließlich gaben sich die vier Nachbarsfamilien Alberding, Bickschlag, Einhaus und Gauder den Namen „Hölschken-Club“, also Holzschuh-Club. Die gelb-grüne Fahne kam in den vergangenen Jahren allerdings kaum noch zum Einsatz. An diesem Wochenende wurde sie aber wieder herausgeholt: Zum 90. Geburtstag von Paul Gauder.
Der Friesoyther wurde am 10. Juni 1922 in Frankenstein in Oberschlesien geboren. Nach einer schweren Verwundung im Zweiten Weltkrieg führte sein Weg zunächst ins ammerländische Friedrichsfehn, wo er seine spätere Frau Antonia kennenlernte. In Friesoythe fanden sie gemeinsam mit ihren drei Kindern dann eine feste Heimat – am Koppelweg wurde ein Eigenheim gebaut. Paul Gauder ist langjähriges VdK-Mitglied, liebt die Gartenarbeit und Spaziergänge mit Hund „Felix“. Am Sonntag wurde im Kreise der Familie, Nachbarn und Freunde kräftig gefeiert. Am Montag überbrachte Bürgermeister Johann Wimberg die Glückwünsche der Stadt Friesoythe.
Kinderbuchautor Josef Koller war jetzt in der Grundschule am Markatal in Markhausen zu Besuch. Die 130 Kinder der Klassen eins bis vier hingen gespannt an den Lippen des Autors, als er in der einstündigen Lesung aus seinen Büchern vortrug. Er unterstützte seinen Vortrag durch Zaubertricks und Witze. Lachen und Zwischenrufe zeigten dem Autor, dass er die Kinder erreichte und sie ihn verstanden. Schulleiter Josef Trenkamp: „Das war eine gelungene Veranstaltung. Der Schriftsteller hat seine Kinderbücher seinen kleinen und aber auch großen Zuhörern sehr lebendig nahe gebracht. Solche Lesungen müssten häufiger an den Schulen in den Unterrichtsplan eingebaut werden.“
Die Bewohner des Seniorenheims „Am Pastorenbusch“ in Altenoythe und Schüler der BBS Friesoythe mit Lehrer Gerd Neugebauer fertigten gemeinsam für den Garten des Seniorenzentrums zwei große Insektenhotels an. Die Vorarbeiten, das Zusammenbauen des Rohbaus, erfolgte in der Schule. Dann kamen die Schüler mit den Bauteilen in das Seniorenzentrum, um mit den Senioren zusammen die Fächer des Hotels mit Holzteilen und Reisig zu befüllen. Nach Fertigstellung der Hotels stellten die Schüler das Werk im Garten auf. Die Einrichtungsleitung Dörthe Samuel und Marlene Jung vom Begleitenden Dienst bedankten sich für die gute Zusammenarbeit.
