ALTENOYTHE - Die Kinder der Bärengruppe haben sich für das Projekt „Kunst“ entschieden. In der Friesoyther Wassermühle werden sie ihre Werke ausstellen und verkaufen.

Von Hans-Carl Bokelmann

ALTENOYTHE - Im Kindergarten „Piccolino“ geht es demokratisch zu. Sage und schreibe viermal stimmten die Drei- bis Sechsjährigen in der Bärengruppe zu Beginn des Jahres über ein Projekt ab, das vom 24. bis zum 29. Mai mit einer großen Ausstellung in der Friesoyther Wassermühle abgeschlossen wird.

„Sie haben für das Kunstprojekt gestimmt, weil sie sehr gerne mit Farben arbeiten und unheimlich gerne malen“, erklären Mechthild Tepe (38) und Elke Veit (40), die die Bärengruppe leiten. Danach trafen die Bären drei weitere Entscheidungen. „Sie möchten die Werke ausstellen, sie verkaufen und haben dafür gestimmt, dass der Erlös der Ausstellung dem gesamten Kindergarten zugute kommt“, so Tepe.

Beim Blick in den Gruppenraum werden die Vorzüge der Projektarbeit schnell sichtbar. Die Kinder sind konzentriert und mit großer Begeisterung bei der Sache. Der vierjährige Stefan versucht sich in seinem Maler-Kittel an der Spiegel-Technik. Mit einem Pinsel trägt er Wasserfarben auf den Spiegel auf und wird später ein Blatt Papier darauf legen, um so das Spiegelbild zu entwickeln. Merit hat derweil zu Wachsmalstiften gegriffen, um ihr Schmirgelpapier-Bild zu vollenden.

„Jedes Kind wird auf der Ausstellung mindestens ein Bild präsentieren“, sagt Mechthild Tepe. Sie weist aber zugleich darauf hin, dass alle Bären alle Techniken ausprobieren. Und die reichen über die Spritz- zur Puste-Technik, von der Spiegel- über die Schmirgel- bis zur Bügeltechnik. Frei nach dem Motto „Probieren geht über studieren“ versuchen sich die Kinder an den verschiedenen Werkstoffen. „Wir sind seit Anfang des Jahres dabei, und es gibt immer wieder Neues zu entdecken“, sagt Elke Veit, die sich schon auf die Ausstellungseröffnung freut. „Bürgermeister Johann Wimberg hat zugesagt, die Ausstellung in der Wassermühle zu eröffnen. Und nicht nur die Kinder, sondern auch wir sind gespannt, wie die Präsentation der Kinder angenommen wird“, sagt Veit.