Altenoythe - Einen Chronikausschuss gibt es beim Heimatverein Altenoythe schon fast so lange, wie der Verein besteht, also seit beinahe 30 Jahren. Ein Arbeitskreis, der sich die erstmalige Erstellung einer umfassenden Dorfchronik für Altenoythe auf die Fahnen geschrieben hat, gründete sich vor rund einem Jahr. Und die Arbeit von Willi Sprock, Hermann Reiners, Heinz Rammler und Marianne von Garrel hat seither schon große Fortschritte gemacht: Im kommenden Jahr soll die Chronik, ein rund 500 Seiten umfassendes Buch, fertiggestellt werden, prognostizieren die Mitglieder des Arbeitskreises.
Aufwendige Recherche
Die Arbeit an der Chronik bedeutet für die vier Hobby-Historiker: viel recherchieren, viel schreiben, viel abändern. Das vorläufige Inhaltsverzeichnis steht bereits. „Es ist aber ergänzbar und wird sich sicherlich noch ändern“, sagt Marianne von Garrel. Sie und die drei Männer haben sich die Arbeit gut aufgeteilt. So hat Marianne von Garrel unter anderem die frühgeschichtliche Entwicklung und die Besiedlung seit der Ersterwähnung Altenoythes recherchiert, Heinz Rammler kümmerte sich um die Geschichte der Altenoyther Gemeinde und Hermann Reiners hat sich mit den Kriegen und Kirchen beschäftigt.
Für die zeitaufwendige Recherche konsultieren die vier Hobby-Historiker alte Beständen in Bibliotheken, Kirchenbücher und alte Karten, die das Katasteramt in Cloppenburg zur Verfügung stellt. Doch auch das persönliche Gespräch mit Altenoythern, die von früher erzählen können, ist Teil der Recherche.
Der Heimatverein Altenoythe feiert sein 30-jähriges Bestehen am 27. Oktober ab 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus und lädt dazu Mitglieder wie auch Nichtmitglieder ein. Der Abend steht unter dem Motto: „Äten un Drinken holt Liev un Säle tauhoope – bäter at ein iesern Band“.
Neben einem rustikalen Essen wird es bei dem Schlachtefest ein Rahmenprogramm mit etlichen Überraschungen geben. Eintrittskarten für 15 Euro können ab sofort bis zum 21. Oktober bei Iris Blome (
Besonders wichtig ist ihnen aber, dass die Chronik im Ergebnis keine wissenschaftliche Abhandlung ist, sondern mehr als eine Aneinanderreihung von Zahlen und Namen. „Sie soll lesbar und zugänglich für jeden sein“, sagt Hermann Reiners. Er betont jedoch, dass nur Informationen aus verlässlichen Quellen beachtet werden: „Ich muss es belegen können. Andernfalls kommt es für mich nicht in Frage.“ Dennoch, so der Anspruch des Arbeitskreises, sollen die Altenoyther am Ende schöne, spannende Geschichten in ihrer Dorfchronik lesen. Nicht zuletzt deshalb werden auch Gedichte, Geschichten und Sagen ihren Platz darin finden. „Dass soll ja interessant bleiben, damit die Leute die Chronik auch kaufen wollen“, sagt Heinz Rammler lachend.
Auch sämtliche Vereine sollen mit ihrer Geschichte vorgestellt werden. Dazu haben die vier Chronisten die Vereine zur Mitarbeit aufgefordert – und diese sind dem größtenteils auch schon nachgekommen. Der Arbeitskreis möchte aber jene Vereine, die ihre Unterlagen noch nicht abgegeben haben, bitten, dies möglichst bald zu tun.
Bildmaterial gesucht
Doch nicht nur Vereine, auch Privatpersonen sind zur Mithilfe an der Chronik aufgefordert. „Derzeit suchen wir noch Fotos, vor allem Außenaufnahmen, von Gebäuden wie Tante-Emma-Läden, Gasthäusern oder dem alten Pfarrhaus sowie von Straßenzügen und besonderen Situationen“, sagt Hermann Reiners.
Dankbar sind die Dorfchronisten auch über Unterlagen und Hinweise zum Kriegerverein Altenoythe, insbesondere zu dessen Auflösung. Auch zum Spieker gibt es noch offene Fragen: Wann wurde dieser als Kornspeicher erbaut? Wann wurde das Gebäude abgerissen?
Eines jedenfalls, so sagt Hermann Reiners, sei sicher: „Es gibt ganz viele Dinge, die wir noch nicht wissen.“ Wer den Arbeitskreis „Chronik“ mit Hinweisen oder Unterlagen unterstützen möchte, kann sich an Hermann Reiners wenden:
Der Heimatverein Altenoythe feiert sein 30-Jähriges Bestehen am 27, Oktober, ab 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus und lädt dazu Mitglieder wie auch Nichtmitglieder ein. Der Abend steht unter dem Motto: „Äten un Drinken holt Liev un Säle tauhoope – bäter at ein iesern Band“. Neben einem rustikalen Essen wird es ein Rahmenprogramm mit etlichen Überraschungen geben. Eintrittskarten für 15 Euro gibt es bis zum 21. Oktober bei Iris Blome (
