Altenoythe - Ein Schwein wurde nicht gerade auf dem Schlachtefest des Heimatvereins Altenoythe am vergangenen Samstagabend im Dorfgemeinschaftshaus geschlachtet. Aber die mehr als 120 hungrigen Gäste brauchten an diesem Abend auch nicht auf Schweinefleisch verzichten. Für die Schlacht am Büfett servierten Koch Ludger Oltmann und sein Team den Gästen unter anderem leckere Delikatessen vom Borstenvieh. Das war eine gute Grundlage, um anschließend kräftig zu feiern und das Tanzbein zu schwingen.

Anlass des Schlachtefestes, das unter dem Motto stand „Äten un Drinken holt Liev un Säle tauhoope – bäter at ein iesern Band“, bot das 30-jährige Bestehen des Heimatvereins. Zu Beginn der Feierlichkeiten zog Vorsitzender Richard Hardenberg ein kleines Fazit der 30-jährigen Geschichte des Vereins. „Der Heimatverein gestaltet das gesellschaftliche Leben des Ortes mit. Wir haben seit der Gründung zahlreiche Aktivitäten gehabt“, sagte Hardenberg und erinnerte an die Erneuerung des Daches des ,Schoapstalls’ war, den „Boxenstopp“ am Vatertag, den Winterspaziergang, die Teilnahme am Ferienpass, am Bauern- und Adventsmarkt oder die Restaurierung des Kriegerdenkmals. „Nicht zu vergessen die erste Dorfchronik, die derzeit erstellt wird, und vor allen Dingen der Erfolg beim Wettbewerb ,Unserer Dorf hat Zukunft’, worauf das ganze Dorf Altenoythe stolz sein kann“, sagte Hardenberg.

„Das Alte bewahren und die Zukunft gestalten. Dazu trägt der Heimatverein Altenoythe ein Stückweit bei“, gratulierte Bürgermeister Sven Stratmann zum runden Geburtstag mit Urkunde und Flachgeschenk. Pfarrer Leo Simon bekannte sich in seinem Grußwort zu seinem Heimatdorf. „Wo man sich wohl fühlt, ist Heimat und das tue ich in Altenoythe.“

Das kleine Rahmenprogramm hatte es in sich. Zunächst sorgten Josef Sprock und Sabrina Brand von der örtlichen Theatergruppe als Sträflinge mit einem Sketch für Aufheiterung im Saal. Aber es kam noch besser. „Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, um einige Gesangsstars zu verpflichten“, meinte Peter Wiesner mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen.

Den Anfang machten die Wildecker Herzbuben in Gestalt von Josef Schumacher und Heiner Norrenbrock. Mit Inbrunst schmetterten sie den Hit „Herzilein“ durch den Saal und die Stimmung stieg. Als dann der Mann mit den langen Haaren, Bart und den vielen Bändern am Handgelenk den Saal betrat, hielt es die Gäste nicht mehr auf den Stühlen. Wolfgang Petry, und da hinter verbarg sich kein anderer als der Vorsitzende Richard Hardenberg, brachte die Stimmung mit dem Welthit „Wahnsinn“ auf den Siedepunkt.

Mehrer Zugaben waren fällig, und anschließend nahm DJ Heini das Musikzepter in die Hand und legte heiße Scheiben auf.