Altenoythe - Schon fast so lange wie der Heimatverein Altenoythe besteht, gibt es auch das Ollenaiter Dörpblatt „Dit un Dat“. Das Mitgliederheft ist jetzt – passend zum 30-jährigen Bestehen des Vereins – zum 30. Mal erschienen. Jedes Jahr gibt der Chronikausschuss das Heft einmal im Dezember heraus – außer 2013. Da hatte es zusätzlich ein Sonderheft zum 25-jährigen Bestehen des Vereins gegeben.

Seit Beginn an gestaltet Käthe Tiedeken vom Chronikausschuss das Titelblatt und die Rückseite des Heftes. Ebenfalls seit Gründung sind auch Marianne von Garrel und Theo Rohjans dabei. „Das erste Exemplar damals hatte 40 Seiten“, sagt Marianne von Garrel. Das jetzt erschienene Heft umfasst mehr als doppelt so viele Seiten (88). Der Chronikausschuss, dem auch Willi Sprock, Heinz Rammler, August Cloppenburg, Hermann Reiners und seit 2015 Maria Wessels (vorher Antonius Behrens) angehören, schreibt die Geschichten und Gedichte in dem Heft selber. Manchmal seien auch Gastschreiber dabei, sagte von Garrel. So erzählt der ehemalige Altenoyther Manuel Meyer in dieser Ausgabe, der seit 20 Jahren in Madrid lebt, wie es ihm dort ergeht.

Über den Chronikausschuss

Auf der Gründerversammlung des Heimatvereins Altenoythe am 4. November 1988 wurden Arbeitsgruppen gebildet. Dazu gehörte auch der Chronikausschuss. Dieser traf sich zum ersten Mal am 2. März 1989. Ihm gehörten zu Beginn Fritz Kreyenschmidt, Käthe Tiedeken, Marianne von Garrel, Gerd Lübbers, Manfred Reinken, Theo Rohjans und Bernd Willer an.

Die Mitglieder wollten die Geschichten Altenoythes in Schrift und Bild dokumentieren. Im Laufe der Zeit entstand ein großes Archiv und die Aktivitäten des Heimatvereins wurden fortlaufend dokumentiert. Das erste Heft von „Dit und Dat“ erschien dann im Dezember 1989.

Jedes Mal dabei ist ein Preisrätsel, bei dem der Gewinner ein Aquarell von Käthe Tiedeken gewinnen kann. Zudem sind im Ollenaiter Dörpblatt Vereinsjubiläen und die Rubrik „Besünners ut Ollenaite“ zu finden. Dieses Mal nimmt zum Beispiel der Heimatverein Altenoythe selber aufgrund seines 30-jährigen Bestehens einen großen Teil des Hefts ein. Auch findet sich darin etwas über das 50-jährige Jubiläum des Caritas-Vereins und des Kindergartens Altenoythe, 25 Jahre Mühlengemeinschaft Hohefeld sowie über 20 Jahre Bauernmarkt.

Weitere Themen sind unter anderem: die 68er Bewegung, der Jahrhundertsommer oder die Raunächte.

Der Chronikausschuss trifft sich für die Erstellung von „Dit un Dat“ immer im Herbst. Dann werden Ideen gesammelt und es wird festgelegt, was und worüber die Mitglieder schreiben wollen. „Bis Anfang Dezember muss dann alles stehen“, so von Garrel.

500 Exemplare von „Dit und Dat“ sind gedruckt worden. Die Verteilung an die Mitglieder des Heimatvereins läuft kostenlos über den Chronikausschuss. Nicht-Mitglieder zahlen drei Euro. Wer ein Dörpblatt vielleicht noch als Geschenk zu Weihnachten haben möchte, kann sich an den Vorsitzenden des Ausschusses, Will Sprock, unter t 04491/2864 wenden. Auch sind der Verein und der Ausschuss im Speziellen auf der Suche nach jüngeren Personen, die Interesse haben an Plattdeutsch, der Heimatgeschichte Altenoythes und mitarbeiten wollen. Auch sie können sich bei Sprock melden.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland