Altenoythe/Köln - Wenn kleine Hexen juchzende Piraten durch das Dorfgemeinschaftshaus in Altenoythe jagen und dabei aus voller Kehle das Lied „Das Rote Pferd“ mitgrölen, dann steht fest: die fünfte Jahreszeit ist am Rosenmontag auch in Altenoythe auf ihrem Höhepunkt angekommen. Knapp 200 Kinder feierten hier gemeinsam mit ihren Eltern – bunt verkleidet und mit jeder Menge guter Laune – Kinderkarneval.
Und dafür hatten sich die kleinen Narren so richtig in Schale geworfen. Neben zahlreichen Prinzessinnen flitzen Polizisten, Cheerleader, Clowns, Feen oder Dinosaurier durch das rappelvolle Dorfgemeinschaftshaus. Bei der Verleihung des besten Kostüms hatte allerdings Merle die Nase vorn. Als Ronja Räubertochter verkleidet, räumte sie den ersten Preis ab, dicht gefolgt von Leon als Zirkusdirektor auf dem zweiten und Josefine als Skelett auf dem dritten Platz.
Doch auch in Sachen Stimmung standen die jungen Karnevalsbesucher den älteren Narren in nichts nach. Ohne Pause tanzten sie zu der Musik, die Sven Hockmann und „DJ Drik&Dry“ für sie auflegten.
Einen besonderen Höhepunkt stellte die Mini-Playback-Show dar, für die sich die Kinder im Vorfeld anmelden konnten. Von insgesamt acht Auftritten wurden erneut die besten drei geehrt. Auch wenn alle acht Gruppen überzeugten, sicherten sich mit ihrem Tanzauftritt den ersten Platz Lotta, Ida und Josefine mit dem Lied „Chöre“ von Mark Forster. Ihnen wurde als Gewinn ein Preisgeld von 50 Euro überreicht. Platz zwei mit dem Lied „Hoch“ von Tim Bendzko und damit 40 Euro räumten Emma, Mara und Diana ab. Mit dem dritten Platz und 30 Euro belohnt wurde Yara, die sich ganz alleine auf die Bühne traute. Passend zu ihrer Verkleidung als Engel sang und tanzte sie zu „So schöne Engel“ von der Musikgruppe Anstandslos und Durchgeknallt.
Doch nicht nur in Altenoythe herrschte am Montag ausgelassene Karnevalsstimmung. Eine etwas längere Anreise, nämlich direkt nach Köln zum Rosenmontagszug, nahmen das Jugendblasorchester Neuscharrel mit 38 Teilnehmern und die Schützenkapelle Neuvrees mit 54 Teilnehmern auf sich. Mit norddeutschen Klängen und jeder Menge „Kölle Alaaf“-Rufen sorgten sie in Köln für heitere Stimmung. Die Friesoytherin Ulla Lindemann kommt gebürtig aus Köln und gehört zu den Stammgästen am Straßenrand. Sie schickte die Fotos der Musikvereine an die NWZ-Redaktion.
