Altenoythe - Nachdem im vergangenen Jahr im Königreich des Schützenvereins Altenoythe mit Yvonne Steenken erstmals eine Frau das Sagen hatte, ist nun wieder seit Samstagabend alles in Männerhand. Beim traditionellen Königsschießen konnte sich Michael Hanneken-Deeken im Stechen gegen noch elf übrig gebliebene Königsanwärter durchsetzen. Insgesamt wollten immerhin sage und schreibe 25 Schützen König von Altenoythe werden.

Doch das ist in der beschaulichen Ortschaft aber gar nicht so einfach, wie es Vorsitzender Hans Schnarhelt gegen Mitternacht betonte. „Wer bei uns Schützenkönig werden will, braucht eine ruhige Hand und ein sicheres Auge. All dies trifft auf meinen Vorstandskollegen und neuen Würdenträger von Altenoythe Michael Hanneken-Deeken vom ersten Zug zu“, sagte Schnarhelt. Als äußeres Zeichen der Königswürde gab es bei der Proklamation für die neue Majestät die Königskette und für Königin und Ehefrau Maria das Diadem. Zu den ersten Gratulanten gehörte das scheidende Königspaar Yvonne und Andreas Steenken.

Das Altenoyther Schützenfest findet vom 29. Juni bis 1. Juli statt. Als sich die Zeiger der Uhr am Samstagabend gegen Mitternacht bewegten, präsentierte sich der 52-jährige Hanneken-Deeken mit Ehefrau Maria und dem Throngefolge den Schützen, um die Insignien der Macht zu erhalten. Schnarhelt würdigte die große Beteiligung als Zeichen eines intakten Vereinslebens. Dem neuen Königspaar stehen Ewald Kalmlage und Gerhard Henken als Adjutanten zur Verfügung. „Heute hatte ich das große Glück König zu werden, darüber freue ich mich sehr. Ich lade jetzt zum Freibier ein und bitte die Altenoyther Bevölkerung auf dem Schützenfest um einen Thronbesuch. Ich werde versuchen ein guter erster Mann im Altenoyther Schützenreich zu sein“, verkündete der neue Regent.

Der berufliche „Weber“ ist seit 28 Jahren im Verein und seit 14 Jahren im Vorstand tätig. Jährlich organisiert er das Kinderschützenfest. „Das geht natürlich jetzt in diesem Jahr nicht“, so König Michael. Das Kaiserwanderpokalschießen der ehemaligen Könige gewann Gerd Lübbers, vor Hubert Cloppenburg, Andreas Tholen und Bernd Willer.