Dötlingen - Auf dem Gelände des alten Friedhofs mitten in Dötlingen knatterten dieser Tage die Motorsägen. Als erste Maßnahme für eine Umgestaltung des Geländes an der Bushaltestelle am Dorfring haben die Landschaftsgärtner das Wort.

Unter der Leitung von Dirk Orth, der zusammen mit Olaf Schachtschneider beratendes Mitglied im Arbeitskreis „Alter Friedhof“ des Gemeindekirchenrates ist, wurde das Totholz entfernt, alte Stauden und Büsche zurückgeschnitten und der Blick wieder auf den Ort frei gemacht. „Wir haben auch die vielen Sämlinge entfernt“, erklärte Orth weiter.

Mit diesen Rückschnittarbeiten soll den bestehenden Pflanzen mehr Entwicklungsmöglichkeit gegeben und zugleich auch eine neue Struktur in das Gelände gebracht werden. „Nach diesen Arbeiten wird die Ideenfindung für den alten Friedhof fortgesetzt“, teilte Orth auf Nachfrage mit.

Ausgeführt wurden die Arbeiten von den Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg. Lukas Elsner (20) aus Varel, Tom Adams (18), Kevin Schleemer (17) und Stefan Janssen (18) aus Oldenburg sowie Alexander Golz (22) aus Rastede sind Auszubildende im Beruf des Fachwerkers für Garten- und Landschaftsbau. Dahinter steht eine Ausbildung für junge Menschen mit Handicaps. Dirk Orth ist Ausbilder der Gemeinnützigen Werkstätten und betreute in Dötlingen die Azubis bei der Arbeit. Sie halfen nicht nur bei den Schnittarbeiten, sondern auch beim Schreddern des anfallenden Schnittgutes.

Wie es mit dem alten Friedhofsgelände weiter geht, bleibt dem Ideenreichtum der Arbeitskreismitglieder überlassen, zu denen neben Orth und Schachtschneider auch Vertreter des Bürger- und Heimatverein Dötlingen, der Gartenkultour und der Dötlingen Stiftung gehören. Ende Juni wollen sie sich auf dem Friedhof treffen und weitere Schritte beraten. Dies stellte Orth auf Nachfrage heraus.

In der Schublade dürften noch alte Umbaupläne liegen, denn zu Zeiten von Pastor Hartmut Lübben war schon einmal darüber nachgedacht worden, den alten Friedhof in eine besondere Stätte zur Aufarbeitung des Themas „Tod“ neu zu gestalten.

Doch bis dahin können nicht nur Einheimische, sondern auch die vielen Nacherholungssuchende des Ortes einen Gang durch das parkähnliche Gelände des alten Friedhofs unternehmen. Dort findet sich auch ein Großgrab der Familie Ahrmann. Die anderen alten Grabstätten sind dagegen so nicht einfach auffindbar.