ALTMOORHAUSEN - Ilona Tillacks Weg in die Selbstständigkeit begann mit einer Katzenallergie. Heute versucht sie die Leiden von Menschen und Tieren durch Bioenergetik zu heilen.
Von Kristian klooß
ALTMOORHAUSEN - „Wenn der Tierarzt nicht mehr weiter weiß, dann rufen die Leute mich an“, sagt Ilona Tillack. Ob Arthrose beim Hund, ob Dämpfigkeit beim Pferd, ob Rückenschmerz beim Menschen, es gibt kaum ein Zipperlein, das die 35-Jährige nicht schon einmal behandelt hätte, seit sie sich vor einem Jahr als Bioenergetikerin selbstständig gemacht hat.Doch was bedeutet der Begriff Bioenergetik eigentlich? „Man kann sich das so vorstellen“, sagt Ilona Tillack. „Wenn man krank ist, herrscht im Körper ein Ungleichgewicht. Da ist im Körper eine Blockade. Eine ganz bestimmte Schwingung wird dann nicht weitergeleitet. Das kann man sich wie eine Verstopfung vorstellen.“ Um solche „Verstopfungen“ aufzulösen, hat sich Ilona Tillack ein Jahr ausbilden lassen – und zwar bei einem Bioenergetiker, der sie vor einigen Jahren erstmals mit der Heilungstechnik in Berührung brachte. „Fakt war, dass ich damals eine Katzenallergie hatte. Eine Bekannte erzählte mir dann, dass sie eine Pferdeallergie durch die Schwingungstherapie losgeworden ist. Da habe ich das auch ausprobiert. Und plötzlich war meine Katzenallergie weg“, sagt sie. „Nur manchmal merke ich es noch ein wenig.“
Jenen Bioenergetiker, der sie von der Allergie befreite, begleitete Ilona Tillack dann ein Jahr lang bei der Heilarbeit. Außerdem besuchte sie Vorträge und las zahlreiche Bücher zum Thema. Schließlich nahm sie sogar einen Kredit auf, um sich das nötige Zubehör – einen Piola – leisten zu können. Das Gerät kostet ungefähr soviel wie ein Kleinwagen. „Der Piola besitzt eine physikalisch eingestellte Schwingung, die genau der gesunden Körperschwingung entspricht. Man hält das Gerät dann auf schmerzende Stellen oder Akupunkturpunkte, um mit der guten Schwingung die Verstopfung freizustoßen“, sagt die 35-Jährige.
In der Regel seien dazu vier oder fünf Sitzungen nötig. „Ich merke aber, wie ich mit jedem Mal neue Erfahrungen sammle, man lernt dann immer mehr, sich einzufühlen.“
Zwar helfe sie auch Menschen, wenn diese sie fragen. Doch spezialisiert hat sich Ilona Tillack auf das Kurieren von Hunden und Pferden. Dies liegt vor allem daran, dass sie täglich mit diesen Tieren tun hat. „Mein Mann ist Hundeführer bei der Bundespolizei am Bremer Bahnhof. Er hat einen Spezialhund für Sprengstoffe“, sagt Ilona Tillack. Dazu kommen noch zwei weitere Schäferhunde, die bei den Tillacks zu Hause leben. „Geritten bin ich hingegen früher. Ich bin aber immer noch pferdebegeistert, weil meine Tochter heute reitet.“
Rund fünfzig Tieren hat sie bislang ihren mit Elektrolytkupfer ummantelten Heilstab aufgelegt. „Meinen größten Erfolg hatte ich mit einem Pferd, das hatte Kreuzverschlag – eine Entzündung der Rückenmuskulatur. Da war der Tierarzt da, hat eine Spritze gegeben und schon gesagt: ,Das Pferd muss wohl zum Abdecker gebracht werden.‘ Dann war ich da. Und das Tier ist heute besser reitbar als jemals zuvor.“
Trotz solcher Erfolge, von denen die 35-Jährige erzählt – das Wort „Behandlung“ darf sie aus rechtlichen Gründen nicht in den Mund nehmen. Auch die Krankenkassen bezahlen das Heilangebot nicht, das sie seit dem vergangenen Jahr über den engeren Verwandtschafts- und Freundeskreis hinaus an den Hund bringen will.
Dass Tier und Mensch die Schwingungstherapie gut tut, davon ist Ilona Tillack überzeugt. „Es ist eine tolle Sache und es gibt praktisch keine Nebenwirkungen. Das heißt, ich kann damit auch nichts kaputt machen.“
