Jever - „No Kiss, No Date“ – das Mariengymnasium Jever präsentiert in diesem Jahr wieder ein Musical. Das Stück, frei nach Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“, richtet sich gleichermaßen an Erwachsene wie Jugendliche. Die Motive: Generationenkonflikt, Erziehung, Liebe, Eifersucht und Intrigen.
In einer amerikanischen Highschool treffen Feministinnen auf Prada-Girlies, künftige Wirtschaftslenker geben sich mondän, Kiffer, Cowboys, Pillendealer und Cheerleader vervollständigen das bunte Bild der amerikanischen Bildungseinrichtung. Die Schulleiterin schreibt schlüpfrige Romane, im Literaturunterricht wird Shakespeare zu Dada, auf dem Schulhof tobt der Kampf der Alphatiere.
Und da wären noch die Hausregeln der Familie Stretfort: Keine Verabredung für die kleine Schwester Bianca, bevor nicht die kratzbürstige Katharina ihrerseits ein Date hat. Den Vorsitz der Familie führt die paranoide Gynäkologin Mrs. Stretfort, die regelmäßig bekiffte, schwangere 15-Jährige entbinden muss.
Und doch trifft Amors Pfeil nach manchem Fehlschuss letztlich immer, auch wenn die Verehrer der Stretfort- Töchter vorher so manche Intrige spinnen müssen.
Schauspiel, Gesang und Tanz werden geboten von der Band des Mariengymnasiums und dem Ensemble der Musical-AG, die Leitung liegt in den Händen von Klaus Wagner, Meic Stephan und Jens Marnowsky.
Das Musical „No Kiss, No Date“, das am 20. Juni im jeverschen Dannhalm-Theater Premiere hat, funktioniert auf drei Ebenen, erklärt Jens Marnowsky: Es bietet einen ironischer Blick auf das Genre des amerikanischen Highschool- Musicals mit überdrehten Glamour- Teenies, eine realistische Mutter-Töchter-Geschichte mit plausibler Psychologie und eine stilisierte Kommentierung der Handlung durch verfremdende Elemente.
