Jever - Er hat an einem Teilstück der Autobahn 1, beim Bau der vierten Einfahrt in Wilhelmshaven und beim Bau der Startbahnerneuerung des Fliegerhorstes Upjever mitgebaut: Willi Becker aus Jever feiert nun an diesem Mittwoch, 13. Januar, seinen 90. Geburtstag.

Geboren und aufgewachsen ist Willi Becker in Willighausen bei Müden in der Lüneburger Heide. Er hatte zwei ältere Brüder und drei jüngere Schwestern. Als er neun Jahre alt war, starb seine Mutter. Nach der Volksschule in Müden begann er auf dem Flugplatz Fassberg bei Bergen eine Ausbildung zum Flugzeugbauer, konnte diese aber nicht beenden, weil er 1943 im Alter von 16 Jahren noch als Soldat in den Zweiten Weltkrieg einberufen wurde. „20 Prozent seines Jahrgangs und somit auch viele Mitschüler kamen nicht mehr aus dem Krieg zurück“, berichtet sein ältester Sohn Ronald Becker.

Nach dem Krieg verschlug es Willi Becker nach Friesland, dort lernte er auch seine zukünftige Frau Hilda Börgmann kennen. Das Paar heiratete 1952 und bekam zwei Söhne. Becker arbeitete bei der GSO in Jever und später bei Peter Büscher in Münster als Baumaschinenführer. 1961 zog das Paar in das Elternhaus von Hilda Börgmann nach Heidmühle. Es folgten weitere Arbeitsstellen unter anderem bei Walter Funk in Jever und bei Geithner Bau in Wilhelmshaven. 1995 starb seine Frau, später zog Willi Becker zu seiner neuen Lebensgefährtin nach Wiesmoor. Nach einem Schlaganfall 1998 und den damit einhergehenden Einschränkungen folgte ein Umzug in das Betreute Wohnen der Arbeiterwohlfahrt nach Jever. „Dort hat er sehr freundliche Betreuerinnen, zu denen er ein fast familiäres Verhältnis aufgebaut hat“, sagt Ronald Becker. „Sie kümmern sich bis heute mit viel Umsicht um ihn und sein Wohlergehen.“