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NWZonline.de Nachrichten Kultur

An Emder Kunsthalle beginnt eine neue Ära

06.04.2017

Emden Mit einem Wechsel an der Spitze hat für die Emder Kunsthalle eine neue Phase nach der Ära Henri und Eske Nannen begonnen. Als Direktor und Geschäftsführer leitet jetzt der Kunsthistoriker Stefan Borchardt (50) das Haus. Er löste damit Eske Nannen ab, die 30 Jahre Geschäftsführerin war. Sie hatte die Kunsthalle 1986 mit ihrem Mann und „Stern“-Gründer Henri Nannen aufgebaut. An der Aufgabe reize ihn besonders das Zusammenspiel von Museum und Malschule, sagte Borchardt am Dienstag in der ostfriesischen Hafenstadt.

Die Kunsthalle hatte 2016 mit ihrer 150. Ausstellung ihren 30. Geburtstag gefeiert. Eske Nannen kündigte dabei ihren Rückzug an. Seit dem Tod ihres Mannes 1996 hatte sie das Haus geleitet und dabei die Ausstellungsfläche von anfangs 650 auf jetzt 1600 Quadratmeter vergrößert. Als Netzwerkerin pflegte die Kunstmäzenin von Ostfriesland aus Kontakte in die ganze Welt und warb Millionen an Spenden und Fördergeldern für die Kunsthalle ein.

Künftig will Nannen die operativen Geschäfte ganz abgeben, bleibt aber als Vorsitzende des neu eingerichteten Aufsichtsrates in der Verantwortung. „Ich sehe nach der Umstrukturierung mit der neuen Leitung ein gutes Fundament für die Zukunft und bin ganz gelassen und sehr zuversichtlich“, sagte die 75-Jährige. Mit der Neuaufstellung sei ein Generationswechsel vollzogen.

Borchardt war seit 2007 als Kustos der Kunststiftung Hohenkarpfen in Hausen ob Verena (Baden-Württemberg) tätig. „Die Kunsthalle wird sich von ihren Eltern Henri und Eske Nannen emanzipieren, aber der Gründername wird immer gewichtig bleiben“, kündigte er an. In der Zukunft werde bei kommenden Ausstellungen die junge Gegenwartskunst stärker betont, auch sollten zu einzelnen Aspekten der Kunst forschende Fragen aus wissenschaftlicher Sicht gestellt werden.

Neben Borchardt wurde der kaufmännische Direktor Michael Kühn als zweiter Vorstand der Stiftung Henri und Eske Nannen und Schenkung Otto van der Loo benannt. Im neuen Aufsichtsrat ist auch Henri Nannens Sohn Christian vertreten. Die Familie des Schenkers Otto van de Loo nimmt einen Sitz im weiterhin bestehenden Stiftungsrat wahr.

Die Emder Kunsthalle gilt als kultureller Leuchtturm weit über Ostfriesland hinaus. Schwerpunkte der Sammlungen sind Bilder der Neuen Sachlichkeit und des deutschen Expressionismus, unter anderem mit Werken von Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Emil Nolde. Die erfolgreichste Ausstellung mit Werken des norwegischen Malers Edvard Munch zog 2005 rund 120 000 Besucher an. Zu den Besonderheiten zählen eine kreative Museumspädagogik und eine Malschule mit mehreren Kunstbereichen von der Bildhauerei bis zur Gold- und Silberschmiede.

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